Nach den Streiks im Öffentlichen Dienst und im ÖPNV in dieser Woche, kommt es nun auch bei der Lufthansa zu Arbeitsniederlegungen. Sowohl die Piloten als auch die Flugbegleiter wurden von Gewerkschaften am Donnerstag, 12. Februar, zum Streik aufgerufen. Viele Flüge drohen auszufallen, betroffen sind zahlreiche Flughäfen, darunter auch der größte Deutschlands in Frankfurt. Und auch an den bayerischen Flughäfen in München und Nürnberg ist mit massiven Folgen zu rechnen – wie groß sie genau sind, ist allerdings noch nicht fest, wie die Lufthansa mitteilt.
Streiks bei der Lufthansa am Donnerstag: Was ist der Hintergrund?
Es handelt sich um einen ganztägigen Streik, bei dem die Piloten ihren Forderungen nach höheren Betriebsrenten Ausdruck verleihen wollen, wie die Vereinigung Cockpit (VC) mitteilt. Demnach sollen alle Flüge bestreikt werden, die von 00.01 Uhr bis 23.59 Uhr von deutschen Flughäfen aus starten. Insgesamt sieben Verhandlungsrunden über die Altersversorgung der Pilotinnen und Piloten blieben bislang „ohne greifbares Ergebnis“, wie die VC erklärt.
Die Kabinengewerkschaft Ufo der Flugbegleiter verweist in der Streikankündigung auf Instagram hingegen auf laufende Verhandlungen mit dem Management der Lufthansa. Kernthema der Auseinandersetzung sind offenbar verschiedene Tarifverträge bei der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline. Auch ein befürchteter Jobwegfall ist Thema.
Da der Streikaufruf der Gewerkschaft Cockpit auch Lufthansa Cargo betrifft, könnten sämtliche Starts in Deutschland am Donnerstag von dem Streik betroffen sein, auch der Frachtverkehr.
Welche Auswirkungen hat der Lufthansa-Streik auf Fahrgäste?
Die Lufthansa kündigt aufgrund des Streikaufrufs umfangreiche Flugstreichungen an, wie eine Konzern-Sprecherin auf Nachfrage erklärt. „Die sehr kurzfristige Ankündigung der Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit, am Donnerstag, 12. Februar 2026 ganztägig streiken zu wollen, trifft unsere Fluggäste extrem hart und unverhältnismäßig“, teilt sie weiter mit. Tragfähige Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden, während Streiks das letzte Mittel bleiben müssten. Man sei zu Gesprächen mit den Gewerkschaften bereit.
Die Airline bemühe sich, die Auswirkungen für die Fluggäste „so gering wie möglich zu halten“. Aktuell der sich weiterentwickelnden Situation könne die Lufthansa noch keine Zahl nennen, wie viele Flüge oder Passagiere in München und Nürnberg betroffen sein werden.
Wo erhalten Fahrgäste Infos zu annullierten Flügen und was sind Alternativen?
Aber die Fluggesellschaft, so heißt es von der Sprecherin, werde, wenn möglich, von Flugstreichungen betroffene Fluggäste auf andere Airlines der Lufthansa-Gruppe oder Partner-Airlines umbuchen. Diese würden aktiv per E-Mail über die aktuelle Lage informiert. Passagiere sollten sich auf der Website der Lufthansa über den aktuellen Status der jeweiligen Flüge informieren.
Zudem plant die Airline betroffenen Fluggästen alternative Reisemöglichkeiten anzubieten. So sollen innerdeutsch reisende Passagiere auf die Deutsche Bahn umsteigen können. Ab Freitag soll es wieder einen weitgehend normalen Flugplan geben, so die Lufthansa.
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