Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Verdi-Streik im ÖPNV am Mittwoch (11.2.) in Bayern: München und Nürnberg betroffen

Verdi-Streik

Erneute Streiks im ÖPNV in Bayern: Diese Städte waren betroffen

  • |
  • |
  • |
  • |
    Die Gewerkschaft Verdi kündigte einen zweiten Warnstreik an – nur zwei Tage vor der zweiten Verhandlungsrunde.
    Die Gewerkschaft Verdi kündigte einen zweiten Warnstreik an – nur zwei Tage vor der zweiten Verhandlungsrunde. Foto: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

    Erst am Montag, 2. Februar, hat der erste Warnstreik der Gewerkschaft Verdi in dieser Tarifrunde für zahlreiche Ausfälle im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ganz Deutschland gesorgt. Die Auswirkungen der Streiks sorgten für Ärger – auch in einigen bayerischen Städten. Doch bereits kurz danach stand fest, dass dies nicht die letzten Streiks in dieser Verhandlungsrunde waren. Nun kündigte Verdi an, am Mittwoch, 11. Februar, den ÖPNV in München und Nürnberg lahmzulegen. Auch Bayreuth, Passau und Dachau sind betroffen.

    Warnstreik in München und Nürnberg: Darauf sollten sich die Menschen einstellen

    Bereits der erste Warnstreik der Tarifrunde beeinträchtigte den Verkehr beispielsweise in den nun erneut betroffenen Großstädten München und Nürnberg stark. In München fuhren die U-Bahnen nicht, auch die meisten Straßenbahnen standen Fahrgästen nicht zur Verfügung. Einzig Busse der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) verkehrten in der bayerischen Landeshauptstadt weiterhin, wenn auch deutlich seltener. Ähnlich sah es in Nürnberg aus. Auch in der fränkischen Stadt fuhren weder U-Bahnen noch Straßenbahnen. Die Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) stellte Busse nach einem Notfahrplan zur Verfügung. Diese deckten allerdings lediglich 16 Linien ab.

    Fahrgäste erwarten am Mittwoch, 11. Februar, ähnliche Szenarien. Der zweite Streiktag der Tarifrunde dürfte sich erneut auch auf den Straßenverkehr in und rund um die Städte auswirken. Pendler und weitere Fahrgäste sollten sich deshalb auf erhebliche Verzögerungen und Probleme bei der Anfahrt zur Arbeit oder Schule einstellen. Für München teilte die MVG mit, dass U-Bahnen, Trams und Busse betroffen seien. Sie dürften nahezu alle ausfallen – es gibt jedoch einzelne Ausnahmen. Wegen des DFB-Pokalspiels des FC Bayern gegen Leipzig am Mittwochabend wurde zudem auf der Linie U6 für die Abendstunden ein Sonderbetrieb angekündigt.

    So sieht die konkrete Lage in München aus:

    ÖPNV: Auch in Bayreuth soll gestreikt werden – hier sogar zwei Tage lang

    Zum zweiten Mal nach den Warnstreiks am 2. Februar trifft es auch Bayreuth – und das gleich doppelt. Hier stellten sich die Stadtwerke einer Mitteilung auf ihrer Homepage nach auf einen zweitägigen Streik ein. Er begann bereits am Dienstag. Ein Grundangebot des Busverkehrs sei durch die Partnerunternehmen, die nicht bestreikt werden, allerdings möglich. Auch die Regionalbusse und Regionalzüge sind demnach nicht betroffen.

    Zudem wird der Streiktag aller Voraussicht nach auch in Passau und in Dachau westlich von München spürbar sein. Die Stadtwerke in Passau rechnen laut Angaben auf ihrer Homepage damit, dass der Großteil der Busfahrten im Linienverkehr ausfallen wird. Ausgenommen davon sind die Fahrten, die von privaten Unternehmen durchgeführt werden. Einen Überblick zum Fahrplan am Mittwoch geben die Stadtwerke der niederbayerischen Stadt auf ihrer Homepage.

    In Dachau entfallen laut den Stadtwerken sämtliche Fahrten ihrer Buslinien. Betroffen sind also die Linien 719, 720, 722, 724, 726 und 744.

    Zweiter Streiktag im Nahverkehr: Warum Verdi erneut streikt

    Ziel des ersten Warnstreiks war es, Bewegung in die Tarifrunden zu bringen, hieß es von Verdi. Laut dem stellvertretenden Landesbezirksleiter für Bayern, Sinan Öztürk, seien die Streiks allerdings wirkungslos geblieben: „Ein positives Signal seitens der Arbeitgeber hätte den zweiten Streiktag verhindert“, sagte er. Am kommenden Freitag soll es eine weitere Tarifrunde zwischen Vertretern der Arbeitgeberseite und Verdi geben – nur zwei Tage nach dem zweiten Warnstreik.

    Die Verantwortung für die erneuten Einschränkungen im ÖPNV schiebt Öztürk dabei der Gegenseite zu. Dass der Streik stattfinde, sei „alleine der Tatsache geschuldet, dass die Arbeitgeber mit ihren Äußerungen überdeutlich machen, dass sie die Nöte der Beschäftigten nicht ernst nehmen“, hieß es.

    Zweiter Warnstreik in Bayern: Darum geht es Verdi

    Die Forderungen von Verdi für seine Mitglieder sind klar: rund 670 Euro mehr im Monat und weniger Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte halten diese Forderungen allerdings für zu teuer und weisen sie deshalb zurück. In den vergangenen Jahren hat sich die Finanzlage vieler Kommunen verschlechtert. Gleichzeitig wird die Liste an Defiziten im ÖPNV immer länger.

    Nicht nur die Beschäftigten im ÖPNV streiken in der kommenden Woche. Am Dienstag hat die Gewerkschaft der Polizei zum Arbeitskampf aufgerufen, der alle bayerischen Dienststellen betreffen soll. Auch die Beschäftigten an Hochschulen, Kliniken, in Kultur und Verwaltung legen ihre Arbeit nieder. Für die Beschäftigten der Polizei sowie an Hochschulen, Kliniken und in der Kultur gilt je ein eigener Tarifvertrag. Die Beschäftigten im Nahverkehr verhandeln in jedem Bundesland einen eigenen Tarifabschluss. In Bayern ist das der sogenannte TV-N. (mit dpa)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren