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Mit 27 Kilogramm Böllern in der Nähe von Tschechien erwischt: Grenzpolizei fasst Männer

Blaulicht

Bayerische Grenzpolizei erwischt Schmuggler mit 27 Kilogramm Böllern aus Tschechien

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    Beamte der bayerischen Grenzpolizei erwischen zwei junge Männer mit 1640 Böllern aus Tschechien.
    Beamte der bayerischen Grenzpolizei erwischen zwei junge Männer mit 1640 Böllern aus Tschechien. Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

    Die frühzeitigen Vorbereitungen auf Silvester verliefen für zwei junge Männer anders als geplant. Wie die Bundespolizeidirektion München mitteilte, wurden ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger am Samstag, 22. November, bei dem Versuch erwischt, Böller aus Tschechien über die bayerische Grenze in die Bundesrepublik zu bringen. Demnach saß der 18-Jährige im Zug vom tschechischen Eger ins fränkische Marktredwitz, wo sein Kumpane mit einem Auto wartete. Beide Männer wurden von Einsatzkräften der bayerischen Grenzpolizei kontrolliert, insgesamt wurden 1640 Böller mit einem Gesamtgewicht von 27 Kilogramm sichergestellt.

    Diese hatten die beiden Männer zuvor in einem grenznahen Markt in Tschechien erworben. Die Rückreise nach Deutschland traten beide dann getrennt an. „Durchaus üblich“ bewertete ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Selb diesen Trick gegenüber unserer Redaktion: „Die Ware wird dann gerne auch unter dem Sitz versteckt, um zu behaupten, dass einem das gar nicht gehöre. So auch in diesem Fall.“

    Böller in Deutschland: Verstoß kann Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen

    Insgesamt zehn Kilogramm machte laut Polizei die sogenannte Nettoexplosivmasse der Feuerwerkskörper aus. Das beträgt das Zehnfache der Menge, die legal auch bei in Deutschland zugelassenen Böllern besessen werden darf. Ein solcher Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen nach sich ziehen. Nach einer mehrstündigen Vernehmung bis um 1 Uhr nachts wurden die beiden wieder freigesetzt.

    Neben der drohenden Freiheitsstrafe müssen sie zudem um die Kosten der Vernichtung der Böller sorgen. Bei einer solchen Menge könne diese „zwischen 1000 und 2000 Euro betragen“, gab der Sprecher an. Da der 18-Jährige aus dem Raum Hanau aus Syrien stammt und keinen Reisepass dabeihatte, muss er sich zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten.

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