Für die Fans von FC Bayern München und Atalanta Bergamo ist der Streik im ÖPNV besonders ärgerlich. Anstoß für das Achtelfinalrückspiel ist am Mittwochabend um 21 Uhr. Während in den meisten betroffenen Städten in Bayern nur am Donnerstag gestreikt wird, legen die Beschäftigten in München schon am Dienstag los. Das heißt, auch am Mittwochabend kann es zu Einschränkungen im Nahverkehr in der bayerischen Landeshauptstadt kommen.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) will die Situation aber, wie bei den vorherigen Streiks auch, mit einem Notfahrplan entschärfen. Damit sollten erhebliche Beeinträchtigungen für Fußball-Fans ausbleiben. Abhängig von der Personalverfügbarkeit gehen einzelne Tram- und U-Bahn-Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb, teilte die MVG mit. Die Priorität liegt dabei wie bei den bisherigen Streiktagen bei der Tram auf der Linie 20 und bei der U-Bahn auf der U6.
ÖPNV-Streik in München: U-Bahn-Linien U3 und U6 mit Sonderbetrieb
Auf den U-Bahn-Linien U3 und U6 werde man einen abschnittsweisen Betrieb aufbauen, vor allem auf der Strecke zwischen der Innenstadt und Fröttmaning, teilte die MVG mit. Damit soll die Allianz-Arena abends mit der U-Bahn erreichbar sein, wenn der FC Bayern nach einem 6:1 im Hinspiel gegen Atalanta Bergamo weiterkommen will.
Ein Großteil der Fußball-Fans reist mit der U6 an, die die Innenstadt mit dem Stadion verbindet. Der genaue Umfang und die Taktung hänge von der Personalverfügbarkeit ab, so die MVG. Die MVG rät Fußball-Fans dennoch, frühzeitig anzureisen. Zudem biete der FC Bayern ab 17.30 Uhr einen kostenlosen Bustransfer von der S-Bahnhaltestelle Donnersberger Brücke an. Auf dem Rückweg fahre dieser dann zum Stachus.
Beim DFB-Pokalspiel FC Bayern gegen RB Leipzig gab es einen Sonderbetrieb
Fans haben zudem die Möglichkeit, individuell zum Stadion zu kommen:
- Anreise mit dem Auto: Wer mit dem Auto anreisen will, der sollte entweder die Autobahn-Abfahrt 73 München-Fröttmaning-Süd der A9 nehmen oder die Autobahnabfahrt 12b München-Fröttmaning-Nord der A99. Direkt am Stadion stehen mehrere Parkhäuser mit insgesamt über 10.000 Parkplätzen bereit. Auf der Website der Allianz-Arena können Fans nachlesen, wie man an ein Ticket für die Parkhäuser kommt. Normalerweise empfiehlt es sich für Fans, die von außerhalb Münchens anreisen, mit dem Auto P&R-Parkplätze anzusteuern und von dort mit den Öffentlichen weiterzufahren. Nun gilt hier jedoch zu beachten, dass der ÖPNV-Verkehr am Mittwochabend eingeschränkt sein wird. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen von den P&R-Parkplätzen aus dann wohl zumindest teilweise auf Taxis oder andere Fahrdienste umsteigen, um sich in die Nähe des Stadions fahren zu lassen.
- Anreise mit dem Fahrrad: Wer umweltfreundlich und ohne Fahrzeug zum Spiel kommen will, kann die Allianz-Arena gut mit dem Fahrrad erreichen. Laut dem FC Bayern ist der Radweg zum Stadion gut ausgeschildert, und vor Ort stehen 400 Fahrradabstellplätze bereit.
Schon am 11. Februar hatte Verdi schon einmal während eines Fußballspiels (damals das Match FC Bayern gegen RB Leipzig) gestreikt. Zwischenzeitlich stand eine Absage des DFB-Pokal-Spiels im Raum, letztendlich gab es einen Sonderbetrieb. Neben der U-Bahn-Linie U6 waren auch Busse im Einsatz, um die Fans zum Spiel zu bringen. (mit dpa)
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