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Offenbar mehr Unfälle an der Eisbachwelle als bisher bekannt

München

Offenbar mehr Unfälle an der Eisbachwelle als bisher bekannt

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    Kurz war sie wieder da: die verschwundene Eisbachwelle im Englischen Garten.
    Kurz war sie wieder da: die verschwundene Eisbachwelle im Englischen Garten. Foto: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

    Gerade war sie wieder ein paar Tage lang da. Surferinnen und Surfer hatten die Münchner Eisbachwelle mit dem Einbau eines Gitters zurückgeholt. Am Freitag dann ließ das Baureferat die nicht genehmigte Konstruktion wieder entfernen, die Welle fiel in sich zusammen. Ein Spielchen, das sich schon mehrfach wiederholt hatte, seit der Surf-Hotspot im Oktober nach einer Bachauskehr verschwunden war.

    Münchens künftiger Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat jetzt angekündigt, die Welle spätestens bis zum Start in die Sommerferien reaktivieren zu wollen. Zum „Wie“ befinde sich die Stadt „in einem guten Austausch“ mit der Surfer-Community, um eine sichere Lösung zu entwickeln, so Krause gegenüber Radio Gong 96,3.

    Kontrolleure beobachten die Surfer über Monate

    Schon vor ihrem Komplett-Verschwinden war die Welle 2025 nach einem tödlichen Unfall vorübergehend gesperrt worden. Am 17. April jährt sich der Tod der damals verunglückten 33-jährigen Surferin zum ersten Mal. Ihre Sicherheitsleine hatte sich an einem unbekannten Gegenstand auf dem Grund des Eisbachs verhakt.

    Später engagierte die Stadt Kontrolleure, die das Geschehen an dem Surf-Hotspot gleich beim Haus der Kunst im Blick behalten sollten. Die Süddeutsche veröffentlichte am Dienstag erstmals deren engmaschige Protokolle, die nach Angaben der Zeitung 450 Seiten umfassen. Darin zeigt sich, dass an der Eisbachwelle öfter Unfälle passieren als bisher bekannt. Allein zwischen Juli und September 2025 rückte demnach sechsmal ein Rettungswagen an, um Personen mit Verletzungen – etwa an Kopf oder Oberkörper – zu versorgen und ins Krankenhaus zu bringen. Die Surfgemeinde selbst hingegen hatte zuletzt wieder und wieder betont, dass in den vergangenen Jahrzehnten so gut wie nie etwas Ernsthaftes passiert sei. (mit dpa)

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