Am Montagnachmittag ist eine Auseinandersetzung in einer Nachbarschaft in der oberbayerischen Gemeinde Rottach-Egern im Landkreis Miesbach eskaliert. Wie die Polizei in einem Bericht schreibt, hätten Nachbarinnen und Nachbarn gegen 17.10 Uhr den Notruf verständigt, weil sie ein älterer Mann mit dem Tod bedroht habe.
Nachbarschaftsstreit in Rottach-Egern hat Großeinsatz der Polizei zur Folge
Wie es in dem Bericht weiter heißt, hätten der Polizei konkrete Anhaltspunkte vorgelegen, dass der 95-Jährige eine Schusswaffe besessen haben könnte. Deshalb seien neben zahlreichen Beamtinnen und Beamten der umliegenden Polizeireviere auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos Südbayern (SEK) und eine Verhandlungsgruppe alarmiert worden.
Vor Ort hätten die Einsatzkräfte das Haus mit der Wohnung des 95-Jährigen umstellt. Umliegende Bereiche seien großräumig abgesperrt worden, um einen Zugriff durch das SEK vorzubereiten. Währenddessen habe die Verhandlungsgruppe laut Polizeiangaben intensiv versucht, mit dem Senior in Kontakt zu treten. Das drastische Vorgehen der Beamtinnen und Beamten sei dem Bericht zufolge nötig gewesen. Man habe eine Gefährdung durch den älteren Mann nicht ausschließen können.
SEK-Einsatz in Oberbayern: Senior wird in Spezialklinik untergebracht
Dennoch habe das SEK den älteren Mann schließlich widerstandslos in seiner Wohnung festnehmen können. Weil die Beamtinnen und Beamten davon ausgingen, dass sich der Senior in einer psychischen Ausnahmesituation befunden habe, sei er anschließend in eine Spezialklinik gebracht worden. Verletzt worden sei bei dem Großeinsatz niemand.
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