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Stromausfall in Oberfranken: "Spätzünder" legt über Tausend Haushalte lahm

Nordbayern

Stromausfall in Oberfranken: "Spätzünder" legt über Tausend Haushalte lahm

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    Ein Weißstorch steht in seinem Nest auf einem Strommast: Ein solches Szenario ergab sich auch zum Wochenbeginn in Oberfranken.
    Ein Weißstorch steht in seinem Nest auf einem Strommast: Ein solches Szenario ergab sich auch zum Wochenbeginn in Oberfranken. Foto: Matthias Bein, dpa (Archivbild)

    Störche gelten eigentlich als Glücksbringer. In einem konkreten Fall brachte der Versuch eines Storches im Landkreis Bayreuth jedoch eher Pech – zumindest für rund 1200 Haushalte, die frühmorgens ab etwa 5.15 Uhr plötzlich ohne Stromversorgung dastanden. Dabei ist der Zeitpunkt dieser Panne ziemlich ungewöhnlich.

    Stromausfall in Oberfranken – Ursache: ein Storch

    Am frühen Montagmorgen wurde es in Teilen der Orte Goldkronach, Bad Berneck und Bindlach plötzlich still und dunkel: Wie der Stromversorger Bayernwerk auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) mitteilte, wollte ein Storch auf einem zehn Meter hohen Strommast ein Nest bauen. Dabei seien Äste oder Zweige auf die Leitung gefallen und lösten in der Folge einen Kurzschluss aus.

    Rund zwei Stunden dauerte es, bis die Techniker die herabgefallenen Äste entfernt hatten. Gegen 7.15 Uhr konnten alle betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt werden. Der Storch selbst kam den Angaben zufolge mit dem Schrecken davon: „Ein Mitarbeiter vor Ort hat kein verletztes oder totes Tier gefunden“, wird ein Sprecher des Bayernwerks zitiert.

    Storchennest bauen – dafür ist es eigentlich schon zu spät

    Eigentlich sei es laut Experten um diese Jahreszeit viel zu spät für den Nestbau. „Kein Storch fängt jetzt noch eine Brut an“, betonte eine Sprecherin des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Doch gerade junge und unerfahrene Störche versuchen es offenbar immer wieder, merken dann aber, dass es vergeblich ist.

    Um solche Stromausfälle zu verhindern, rüstet der Stromversorger seine Masten mit Flatterbändern oder kleinen Windrädern aus, so der BR-Bericht. Das soll die Vögel davon abhalten, dort ihre Nester zu bauen. Das biete jedoch keine hundertprozentige Gewissheit, dass so etwas nicht wieder passiert.

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