„Vier Tage, die Du nie vergessen wirst“, verspricht das Glaubensfestival „Mehr 2026“, für das nun wieder um die 10.000 Menschen nach Augsburg kommen. Von diesem Samstag an erwartet Teilnehmer im Messezentrum „Lobpreis, der unter die Haut geht“ und „inspirierende Vorträge“.
Das ökumenische Event, das vom Gebetshaus Augsburg um den katholischen Theologen Johannes Hartl veranstaltet wird, ist seit Jahren umstritten, nicht zuletzt innerhalb der katholischen Kirche. Kürzlich befasste sich der BR mit Hartl und dem Gebetshaus, das zur Strömung Charismatische Erneuerung zählt, in dem TV-Beitrag „Die hippen Missionare – Mit Jesus gegen die Freiheit?“.
Hartl, der auch auf Veranstaltungen (kirchen-)politisch rechtsorientierter Christen präsent ist, wurden darin frühere Aussagen wie diese vorgeworfen: Sexualaufklärung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sei Merkmal eines „totalitären Regimes“. Er verwahrte sich gegen „Unterstellungen“ von „sektenhaften Sachen“. Vor Kritik in Schutz nahm ihn der katholisch-konservative Passauer Bischof Stefan Oster.
Das Bistum Augsburg prüfte vor Jahren das Gebetshaus
Das Bistum Augsburg war 2017 nach „eingehender“ Prüfung zum Schluss gekommen, dass „im Gebetshaus nichts gelehrt und verkündet wird, was im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche steht“. Seitdem „begleitet“ es das Gebetshaus – dem entstandenen öffentlichen Eindruck nach aber eher unkritisch. Auf der „Mehr 2026“ werden Weihbischof Florian Wörner und Bischof Bertram Meier Gottesdienste feiern.
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