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Verdi ruft zu Streik in München auf: Notfahrplan bei MVG heute (14.04.) – alle Informationen

München

Streik im ÖPNV am Dienstag: Diese Verkehrsmittel fahren in München noch

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    Die Gewerkschaft Verdi hat auch für die bayerische Landeshauptstadt München zu einem weiteren Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen.
    Die Gewerkschaft Verdi hat auch für die bayerische Landeshauptstadt München zu einem weiteren Warnstreik im Nahverkehr aufgerufen. Foto: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

    In München stehen am Dienstag zahlreiche U-Bahnen, Trams und Busse still. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber der Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gehen auf die fünfte Verhandlungsrunde zu. Bevor es am Mittwoch so weit ist, bestreikt Verdi jedoch den Nahverkehr. Der Warnstreik findet heute, 14. April, in zahlreichen bayerischen Städten statt – so auch in München. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) teilt mit, dass Fahrgästen ein Notfahrplan zur Verfügung stehen wird, zahlreiche Buslinien sind zumindest in größeren zeitlichen Abständen unterwegs.

    Verdi Streik in München: So fährt der ÖPNV heute

    Wie die MVG auf ihrer Internetseite mitteilt, streiken viele Mitarbeitende aus dem Fahrdienst, der Leitstelle und dem Fahrgastservice. Betroffen sind deshalb vor allem Fahrgäste der U-Bahn, Trambahn und der Buslinien bis zur Nummer 199. Nicht bestreikt werden dagegen die Münchner S-Bahn, die zur Deutschen Bahn und damit zu einer anderen Tarifgruppe gehört, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien.

    Alle anderen Verkehrsmittel werden am Dienstag eingeschränkt fahren. Laut Angaben der MVG stellen private Busunternehmen rund die Hälfte des Münchner Busangebots. Sie werden nicht bestreikt und stehen dem Münchner ÖPNV damit auch am Dienstag weiterhin zur Verfügung. Diese Unternehmen sollen während des Warnstreiks die Grundversorgung sicherstellen. Die Verkehrsgesellschaft weist allerdings darauf hin, dass die Verbindungen am Dienstag von der Auslastung und der Verkehrssituation abhängen werden. „Größere Unregelmäßigkeiten“ seien möglich.

    Je nachdem, welches und wie viel Personal zur Verfügung stehen wird, sollen auch einzelne Tram- sowie U-Bahn-Linien ganz oder teilweise fahren. Die Priorität liege laut der MVG auf der Tramlinie 20 und der U-Bahn-Linie U6. Diese werden zunächst abschnittsweise in Betrieb genommen, sollten genügend Fahrerinnen und Fahrer zur Verfügung stehen. Damit orientiere sich die MVG an den Erfahrungen aus den vergangenen Streiktagen.

    Diese Verkehrsmittel sind laut aktuellen Informationen von MVG und Deutscher Bahn trotz ÖPNV-Streiks heute im Einsatz:

    • U-Bahn: Der U3/U6-Abschnitt zwischen Fürstenried West und Fröttmaning wird im Zehn-Minuten-Takt bedient. Im Abschnitt der U2/U5 zwischen Feldmoching und Neuperlach Süd fährt alle 20 Minuten eine Bahn.
    • Tram: Die Linie 17 fährt im 20-Minuten-Takt zwischen Sendlinger Tor und St. Emmeram. Außerdem verkehrt die Linie 20 im Zehn- sowie die Linie 25 im 20-Minuten-Takt.
    • Bus: Folgende Linien fahren meist alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182. Alle 40 Minuten bis stündlichen fahren zudem auch die Busse folgender Linien: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199.
    • S-Bahn: Die Münchner S-Bahn ist nicht vom Streik betroffen, ab 22.20 Uhr beginnen jedoch Bauarbeiten auf der Stammstrecke.

    MVG: Aktuelle Informationen im Internet und via App

    In ihrer Mitteilung empfiehlt die MVG, „am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Home Office einzuplanen“, sollte dies möglich sein. Das Unternehmen geht davon aus, dass der reguläre Betrieb ab Mittwoch, 15. April, ab 3.30 Uhr wieder möglich sein wird. Der Streik ist dann voraussichtlich beendet.

    Fahrgäste erhalten am Streiktag auf der Internetseite der MVG sowie in der App des Unternehmens aktuelle Informationen zu ihren Verbindungen. Dort können sie laut dem Verkehrsunternehmen einsehen, welche Linien aktuell befahren werden. Eine Ausnahme gilt für U-Bahn-Verbindungen. Diese würden nicht auf der Internetseite und in der App angezeigt werden.

    Die Meldung werde regelmäßig aktualisiert, so die MVG. Zudem helfe ein Lichtsystem aus grünen und roten Anzeigen auf der Internetseite und in der App dabei, pünktliche oder verspätete Verbindungen zu finden. Auch Anzeigen und Ansagen stehen den Fahrgästen am Dienstag zur Verfügung. Allerdings weist die MVG darauf hin, dass selbst die Vorab-Verbindungssuche nicht garantiere, dass die gewählte Verbindung später tatsächlich fahre.

    Neben Verbindungen des ÖPNV können laut MVG auch die beiden Kundencenter des Unternehmens und das Fundbüro bestreikt werden. Die MVG-Garantie gelte nicht im Streikfall. Eine Erstattung von Abonnements, Fahrkarten sowie Wochen- und Monatskarten sei nicht möglich.

    Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag (14. April) einen weiteren Warnstreik angekündigt. In München setzt ein Notfahrplan ein.
    Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag (14. April) einen weiteren Warnstreik angekündigt. In München setzt ein Notfahrplan ein. Foto: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

    Verdi München: Langer Streik mache „keinem Spaß“

    Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Haris Softić, Bezirksfachbereichssekretär bei Verdi München, dass es in der fünften Verhandlungsrunde am Mittwoch „im besten Fall“ zu einem Abschluss komme. Die Verärgerung der Fahrgäste könne er nachvollziehen: „Keinem macht so ein langer Streik Spaß“, so Softić.

    Dennoch verteidigte er die Forderungen der Gewerkschaft. Sowohl eine Gehaltserhöhung als auch eine Verkürzung der Arbeitszeit müssten nach den Verhandlungen gegeben sein. Mit Blick auf die steigenden Benzin- und Lebensmittelpreise sagte Softić, dass auch bei den Verdi-Mitgliedern in den vergangenen Wochen der Druck größer geworden sei. Nun brauche es ein „annehmbares Angebot“ seitens der Arbeitgeber, um die Verhandlungen erfolgreich abzuschließen. Softić geht von einer Annäherung der beiden Seiten am Mittwoch aus.

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