Die Gewerkschaft Verdi kündigt für Dienstag, 14. April, erneut einen ganztägigen Warnstreik für zahlreiche Städte in Bayern an. Hintergrund sind die langwierigen Verhandlungen für einen Tarifvertrag im Nahverkehr. Auch Augsburg ist am Dienstag von dem Streik betroffen. Die Stadtwerke Augsburg (SWA) gehen davon aus, dass erneut die meisten Busse und Straßenbahnen stillstehen werden. Dabei gibt es nur wenige Ausnahmen.
Verdi Warnstreik: Wohl kein ÖPNV-Angebot am Dienstag
Auf Nachfrage unserer Redaktion sagte ein Pressesprecher der SWA, dass die Auswirkungen des Streiks sehr wahrscheinlich auch am Dienstag gravierend sein werden. Wie auch beim vergangenen Streik gehen die SWA davon aus, dass in Augsburg der größte Teil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) lahmgelegt sein wird. „Nach den Erfahrungen der vergangenen Streiktage muss damit gerechnet werden, dass an diesem Tag der Nahverkehr der swa in Augsburg weitgehend zum Erliegen kommt“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Samstag, 11. April.
Nur wenige Linien werden von privaten Unternehmen betrieben und sind damit nicht von dem Warnstreik betroffen. Folgende Stadtteillinien sollen laut Angaben der SWA auch am Dienstag weitgehend fahren:
- Linie 21 im Bärenkeller
- Linie 24/25 in Haunstetten
- Linie 38 in Göggingen/Inningen/Bergheim
Wie auch bei den vergangenen Streiks bieten die SWA ihren Kundinnen und Kunden an, das Leihradsystem swabi an diesem Tag zu nutzen. Fahrgäste können ein solches Leihrad für Fahrten von bis zu 30 Minuten kostenlos nutzen. Dies gelte auch für mehrere Fahrten. Dabei darf eine einzelne Fahrt 30 Minuten nicht überschreiten, um kostenlos zu bleiben. Wer sich für das Angebot entscheidet, benötigt ein Konto bei der swabi-App. Der Service stehe auch Neukunden zur Verfügung.
Weitere Alternativen sind laut SWA „swaxi, swa Carsharing, das eigene Fahrrad oder Fahrgemeinschaften“. Zudem bittet das Unternehmen seine Gäste, „sich auf die Situation einzustellen und vorsorglich auf andere Verkehrsmöglichkeiten wie die Buslinien des AVV oder Regionalbahnen umzusteigen“, heißt es in der Mitteilung.
Warnstreik in Augsburg: SWA gibt keine Stellungnahme zu Verhandlungen ab
In der Pressemitteilung schreibt das Augsburger Unternehmen, dass die Beschäftigten der privaten Verkehrsunternehmen nicht kurzfristig auf den Linien der SWA eingesetzt werden können. Dies liege an der „fehlenden technischen Ausrüstung der Busse und der notwendigen umfangreichen Schulungen des Fahrpersonals“.
Auf Nachfrage möchten sich die Stadtwerke inhaltlich nicht zu den Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern äußern. Dennoch hoffe man im Sinne der Fahrgäste auf schnelle Ergebnisse. Das Streikrecht der Beschäftigten werde akzeptiert.
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