Seit Monaten breitet sich die sogenannte Vogelgrippe bundesweit aus. Und jetzt erreicht das Virus langsam aber sicher Süddeutschland. Einen besonders folgenreichen Fall gab es am Montag in Germering bei München. Rund 80 Tiere mussten von Tierschützern gekeult werden, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.
Eigentlich ist der Gnadenhof in Germering dafür da, Tieren aus der Nutztierzucht oder auch vernachlässigten Haustieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Am Montagmorgen kam es für die Tierschützer aber anders. Wie das Landratsamt Fürstenfeldbruck mitteilt, wurde bei drei Gänsen und fünf Hühnern das Vorliegen der Geflügelpest durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigt. Zuvor waren vier Gänse und 13 Hühner aus dem Bestand des Gnadenhofs verendet.
Fürstenfeldbruck: Keine Sperrzone nach Abstimmung mit Behörden
Um eine weitere Ausweitung des Virus zu verhindern, mussten weitere 46 Hühner, 30 Enten, zwei Gänse und zwei Nandus getötet werden. Eine gute Nachricht gab es dennoch: Die Influenza-A-Viren haben sich bislang nur in dem Teilbestand ausgebreitet. Darum wurden nur die betroffenen Tiere getötet. Nach Abstimmung mit der obersten Tierseuchenbehörde sei in diesem Fall aktuell keine weitere Maßnahme wie die Einrichtung einer Sperrzone nötig.
Für die Tierschützer war es dennoch ein schwerer Tag. „Alle sind fassungslos. Das geht an die Substanz“, zitiert der Münchner Merkur Arpad von Gaal, Vorstandsvorsitzender der Gewerkschaft der Tiere. Der Verein betreibt den Gnadenhof. All die Tiere am Gnadenhof seien aus verheerenden, katastrophalen Zuständen gerettet worden und hätten auf dem Hof ein neues Leben gewonnen. „All die Tiere wurden mit großen Mühen gepflegt und betreut“, sagte von Gaal. Den Mitarbeitern gehe diese Entwicklung sehr nahe.
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