Statistiken können trocken und langweilig sein oder aber auch besonders spannend und informativ. Im Statistischen Jahrbuch 2025 für Bayern sind die wichtigsten Zahlen enthalten. Manche der Statistiken können einen zum Schmunzeln bringen. Wer sich das Jahrbuch genauer ansieht, bleibt an der ein oder anderen Kuriosität hängen.
Langlebige Haushaltsgeräte in bayerischen Haushalten
Hat der Nachbar eine Geschirrspülmaschine oder einen Heimtrainer? Eine Statistik über die Ausstattung bayerischer Haushalte mit sogenannten langlebigen Gebrauchsgütern gibt zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür her. 77 Prozent der Haushalte verfügten jüngsten Daten zufolge über einen Geschirrspüler. Betrachtet man die Einzelhaushalte, wird ein Unterschied sichtbar. Frauen haben in Single-Haushalten häufiger eine Spülmaschine als Männer. 62,4 Prozent waren damit ausgestattet. Bei den Männern lediglich knapp über 50 Prozent. Wenig verwunderlich ist, dass Ehepaare mit Kindern fast zu 95 Prozent über einen Geschirrspüler verfügen.
Bei den Heimtrainern lässt sich auch die Tendenz erkennen, dass Ehepaare häufiger über Fitnessgeräte verfügen als Alleinstehende. Mehr als jedes dritte Ehepaar hat ein Laufband, ein Ergometer oder ähnliches Gerät. Bei Einpersonenhaushalten nur jeder Fünfte.
Auch Männer shoppen häufig online
Frauen shoppen gerne online: So besagt es zumindest das Klischee. Dass das nichts weiter als ein Vorurteil ist, beweisen die Daten aus dem aktuellen Mikrozensus. Denn lediglich in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren kaufen Frauen deutlich häufiger online ein als Männer. Zwischen 25 und 45 Jahren sind die Unterschiede nur noch gering. Und ab einem Alter von 45 Jahren shoppen Männer sogar häufiger online als Frauen. Im Schnitt haben Frauen also nur knapp die Nase vorn bei den insgesamt über acht Millionen Online-Einkäufern in Bayern.
Käse als Milliardengeschäft in Bayern
Bayern verfügt über eine große Markenvielfalt bei Milchprodukten und gehört zu den wichtigsten Exporteuren am Markt. Käse und Butter ausgenommen, hat Bayern allein im Jahr 2024 Milch und Milchprodukte im Wert von 1,4 Milliarden Euro exportiert. Dagegen stehen Importe im Wert von etwa 1,1 Milliarden. Es lohnt sich aber, einen genaueren Blick auf Käse zu werfen. Denn dort setzt Bayern bundesweit Maßstäbe. Käse im Wert von fast 2,3 Milliarden Euro lieferte Bayern an die Käufer. Zu den Top-Empfängern von bayerischem Käse zählten unter anderem Italien, Frankreich und Österreich. Allein die Italiener spülten Bayern gut 566 Millionen Euro in die Kassen.
Teilnehmer an Gottesdienst und heiligem Abendmahl
Ein weiteres Kuriosum ist eine Statistik, die verzeichnet, wie viele Menschen aus der evangelisch-lutherischen Bevölkerung am Abendmahl teilgenommen haben. Für Augsburg gibt diese an, dass rund 65.000 Menschen im Jahr 2024 einen Gottesdienst mit Abendmahl besucht haben. In Bayreuth waren es im Verhältnis zur Bevölkerung die meisten: nämlich 120.000 Menschen. München folgt, was absolute Zahlen betrifft, auf Platz zwei mit 119.000 Besuchern.
Das Äquivalent zum Abendmahl ist in der Statistik für die römisch-katholische Kirche der Gottesdienstbesuch. Hier ist nach Bistümern gegliedert. Mit 108.000 Menschen verzeichnete das Bistum München-Freising die meisten Gottesdienstbesucher. Dahinter folgen Regensburg und Augsburg. Mit 7000 verzeichnete das Erzbistum Bamberg die niedrigste Zahl Kirchengängern.
Der Freistaat Bayern kennt unseren BMI
Die Statistiker wissen, ob der Durchschnittsbayer zu dick ist. Denn der Freistaat erfasst den Body-Mass-Index (BMI) seiner Bürgerinnen und Bürger. Dieser berechnet sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Bei einem Wert, der größer als 25 ist, liegt Übergewicht vor. Statistisch betrachtet bewegt sich der durchschnittliche bayerische Mann bis zu einem Alter von 25 Jahren im Normalgewicht. Ab dem 26. Lebensjahr befindet er sich im Übergewicht. Bei Frauen wird die Grenze zum Übergewicht im Durchschnitt erst zwischen dem 45. und dem 50. Lebensjahr überschritten.
Geht Bayern ins Puppentheater?
Die Theaterkultur hat während der Coronapandemie deutlich gelitten. Langsam, aber stetig scheint sie sich davon zu erholen. Das zeigt auch die Statistik für das Theaterspieljahr 2023/24, in dem die Vorstellungen wieder zunahmen. Kurios ist, dass dort die Kunstform Puppentheater eigens erfasst ist. Fast 1000 Vorstellungen sind es gewesen, darunter auch die der international bekannten Augsburger Puppenkiste.
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