Der Krieg im Nahen Osten nimmt enormen Einfluss auf das Leben der Menschen im Freistaat. Nicht nur durch Demonstrationen in großen Städten oder gestrichene Nahost-Flüge ab den Flughäfen München oder Nürnberg bekommt Bayern die Auswirkungen der Eskalation zu spüren. Auch an der Zapfsäule macht sich die schwierige Lage bemerkbar. Sowohl Diesel als auch Benzin sind deutlich teurer geworden. Wie man jetzt trotzdem einigermaßen günstig tanken kann.
Tanken wird teurer: Bayern spürt Auswirkungen des Nahost-Kriegs an der Zapfsäule
Bayern liegt generell bundesweit im Mittelfeld, was die Spritkosten in den Bundesländern im Vergleich angeht. Für ganz Deutschland gilt derzeit aber: Der Sprit ist so teuer wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Wie der ADAC ermittelte, kletterte der Dieselpreis in der morgendlichen Preisspitze auf einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,054 Euro pro Liter. Der Preis fällt im Tagesverlauf meist wieder – normalerweise um bis zu zehn Cent bis zum Abend. Auch Superbenzin der Sorte E10 legte deutlich zu und kostete zur morgendlichen Spitze durchschnittlich 1,995 Euro. Die aktuellen Preise für die Region rund um Augsburg finden sich hier.
Laut ADAC reagiert der Dieselpreis noch sensibler auf Krisen. Treiber ist hauptsächlich der Ölpreis, der durch den Krieg im Nahen Osten steigt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Straße von Hormus. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fährt rund ein Fünftel der globalen Öltransporte. Jede Störung dort kann die Energiepreise steigen lassen und der Iran hat den Schiffsverkehr als Reaktion auf die Angriffe eingeschränkt.
Bayernweit liegen die Preise für den Liter Benzin (E5) aktuell meist zwischen 1,90 Euro und 2,06 Euro. Auch Diesel verteuerte sich zuletzt. Im Freistaat werden derzeit an den meisten Zapfsäulen zwischen 1,91 Euro und 2,05 Euro pro Liter fällig.
Preise für Benzin und Diesel hoch: Tipps helfen beim Sparen an Bayerns Tankstellen
Da der Krieg und dessen Folgen im Nahen Osten den Öltransport durch die Straße von Hormus weiter beeinträchtigen, könnten die Preise für Benzin und Diesel in den kommenden Tagen noch weiter steigen. Damit ist auch ein Anstieg des Tagesdurchschnittspreises wahrscheinlich. Dass Diesel auch in diesem Wert die 2-Euro-Marke überschritt, war zuletzt im September 2022 passiert.
Wirklich günstig kommen Autofahrer angesichts der hohen Preise an Bayerns Tankstellen derzeit also nicht davon. Und doch gibt es einige allgemeingültige Tipps, die Sparfüchse beherzigen sollten, bevor sie zur nächsten Zapfsäule fahren.
- Zeitpunkt: Wer günstiger tanken will, sollte erst abends zwischen 18 Uhr und 22 Uhr zur Tankstelle fahren. Morgens zwischen 5 Uhr und 8 Uhr ist der Sprit in der Regel am teuersten.
- Ort: Um beim Tanken etwas Geld zu sparen, empfiehlt es sich häufig, Tankstellen in ländlichen Gebieten und abseits großer Bundesstraßen und Autobahnen zu suchen. Gerade Autobahntankstellen sind oft deutlich teurer.
- Preissuche: Um die günstigste Tankstelle im Umkreis oder entlang einer Route zu finden, gibt es verschiedene Apps für das Smartphone. Häufig lohnt sich ein Blick auf die Preistabelle, bevor man losfährt. (mit dpa)
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