Wildschweine, Löwen und Krokodile: Eine Begegnung mit diesen Tieren in freier Wildbahn wollen viele sicher unbedingt vermeiden. In Schwaben und den angrenzenden Gebieten gibt es aber viele Möglichkeiten, die Tiere dennoch genau zu betrachten.
Tiere in Schwaben beobachten: Wildparks, Streichelzoos, Bauernhöfe
Dazu zählen einige besondere Angebote, ein großer Zoo oder landschaftlich reizvolle Wildparks. Wir haben die tierischen Angebote in der Region gesammelt.
- Augsburger Zoo
Der Tierpark in der schwäbischen Hauptstadt zählt zu den 20 am häufigsten besuchten Zoos in Deutschland und bietet hunderte Arten, über 1000 Bewohner und eine eigene Gastronomie. Weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt, beherbergt der Augsburger Zoo etwa Leoparde, Boas oder Elefanten. Wie viele andere Zoos steht auch jener in Augsburg gelegentlich in der Kritik von Tierschutzorganisationen. Viele Menschen besuchen den Zoo jedoch gerne, wie unter anderem die Rezensionen auf Google zeigen. Der Zoo öffnet morgens um 9 Uhr und hat je nach Jahreszeit bis in den Nachmittag oder Abend geöffnet.
- Reit- und Wildpark Weil
Auf dem großen Hofgut in Weil im Landkreis Landsberg leben Lamas, Kängurus und Zebras ebenso wie Schafe, schottische Hochlandrinder, Rotwild und viele andere Tiere. Als Pferdehof bietet der Hof unter anderem auch ein Ponyreiten an. Der Eintritt kostet 5 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder, zudem gibt es unter anderem auf dem Spielplatz Attraktionen, für die zusätzliche Kosten anfallen. Darüber hinaus bietet der Reit- und Wildpark auch einen Streichelzoo. Viele Besucher geben in den Rezensionen an, eine schöne Zeit hier verbracht zu haben, aber auch hier gibt es Kritik an der Haltung der Tiere.
- Schongauer Märchenwald und Wildpark
Der Märchenwald bietet unter anderem eine Ausstellung zu den Erzählungen der Gebrüder Grimm, einen Walderlebnispfad oder einen Wasserspielplatz. Aber auch ein Streichelzoo zählt zum Angebot des Parks, genau wie ein Wildpark. Spezialfutter für die Tiere gibt es im Park ebenfalls zu kaufen. Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr hat die Anlage geöffnet, Erwachsene zahlen 13 Euro, Kinder 10 Euro Eintritt. Auch eine Gastronomie gibt es im Märchenwald.
- Lechpark Pössinger Au
Landschaftlich besonders schön ist der Wildpark in der Nähe von Landsberg am Lech. Nah am Wasser und an den Hängen der Lechleite gelegen, leben hier in den frei zugänglichen Gehegen im Waldgebiet im Süden der Stadt viele Tiere wie Wildschweine, Rehe sowie einige Vögel. Die Wald-, Wiesen-, und Auenlandschaft ist zudem ein Naherholungsgebiet und hervorragend für Spaziergänge und Radtouren geeignet. Empfehlenswert sind auch die Schlucht, Aussichtspunkt und Gastronomie in der Teufelsküche.
- Greifvogelpark Menter
Nur sonntags von 13 bis 17 Uhr hat der Greifvogelpark Menter in Konzenberg im Landkreis Günzburg geöffnet. Hier kann man Greifvögel und die Arbeit von Falknern aus der Nähe beobachten. Es gibt zudem Führungen durch den Park und die Möglichkeit, Kindergeburtstage hier zu feiern. Tierische Bewohner des Parks sind Adler, Bussarde, Eulen, Falken oder Geier.
- Waldmaurer-Hof
Der Waldmaurer-Hof in Altomünster im Landkreis Dachau hält Hochlandrinder, Kühe oder Hühner. Über die typische Nutztierhaltung hinaus bietet der Hof – und da wird es für Besucher interessant – auch eine Führung in Kleingruppen an. Dabei kann man den Hochlandrindern besonders nahekommen und mehr über das Leben und die Haltung auf dem Hof erfahren. Mögliche Termine sind freitags und samstags 15 bis 17.30 Uhr, die Führung kostet 55 Euro.
- Wildpark am Baggersee
Ähnlich wie in der Pössinger Au ist auch der Wildpark in der Nähe von Ingolstadt frei zugänglich. Unweit der Donau können hier die Gehege erwandert werden, das Gebiet bietet sich für Spaziergänge und ein paar Stunden im Naherholungsgebiet an. Auf dem Areal leben neben Rehen auch Wildschweine, Wisente und Wildschafe. Wie der Name schon verrät gibt es auch einen Baggersee vor Ort, auch ein Gasthaus findet sich in der Nähe des Parks.
- Zoo Wasserstern
In dem Kleinzoo in Ingolstadt leben 44 Tierarten aus fünf Kontinenten. Der Zoo beherbergt Reptilien, Insekten oder Fische, auch Kakadus, Streifenhörnchen oder Affen können sich die Besucher anschauen. Seit über 100 Jahren bestehen der Zoo sowie der gemeinnützige Verein, der ihn betreibt. Montag bis Freitag öffnet der Zoo um 14 Uhr, Samstag, Sonntag und feiertags um 10 Uhr, er schließt täglich um 18 Uhr. Der Eintritt kostet je nach Alter 2,50 Euro bis 5 Euro.
- Burgberger Tierparadies
Hier im Allgäu leben in einem kleinen Streichelzoo Ponys, Schafe oder Esel. Auch Hasen, Schweine oder Alpakas gibt es hier, gefüttert werden sollen sie aus Tierschutzgründen nicht. Eine Gastronomie bietet der Streichelzoo ebenfalls. Der Eintritt kostet fünf Euro, im Sommer hat der Park von 10.30 bis 17.30 Uhr geöffnet, im Winter etwas kürzer.
- Reptilienzoo Scheidegg
In Scheidegg im Westallgäu leben Griechische Schildkröten, Mambas oder Orangebeinvogelspinnen – allerdings nicht in freier Wildbahn, sondern im Reptilienzoo. In dem Areal unweit der bekannten Wasserfälle leben zahlreiche Reptilien und Insekten unter einem Dach, auch Amphibien beherbergt der Zoo in seinen rund 50 Terrarien. Wer Krokodile und viele weitere Tiere besichtigen will, kann den Zoo von Februar bis November besuchen. Geöffnet hat er im Sommer von 10 bis 18 Uhr, Freitag ist Ruhetag. Im Frühjahr und Herbst schließt der Zoo schon um 17 Uhr und hat auch Montag und Dienstag geschlossen. Der Eintritt kostet 8,50 Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder.
Sie kennen weitere Zoos und Tierparks aus der Region? Schreiben Sie uns! Sie erreichen uns unter online-redaktion@augsburger-allgemeine.de.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren