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Coronavirus
14.05.2020

Das Corona-Update vom 14. Mai

Foto: AZ Grafik

Jeden Tag laufen unzählige Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig war – mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

Jahrelang ist Hubert Aiwanger von den Freien Wählern ein erstaunliches Unikum in der bayerischen Landespolitik gewesen. Früher als andere hat er Frauen gefördert. Später als andere hat er große Verantwortung übernehmen dürfen. Nun steht er als Wirtschaftsminister im Fokus - und im Kreuzfeuer. Im Zuge der Corona-Krise sind die Meinungen über Aiwanger gespalten. Mit seinem Vorschlag einer Ersatz-Wiesn hatte er auch innerhalb seiner Koalition dem einen oder anderen vor den Kopf gestoßen. Gleichzeitig ist es Aiwanger, der immer wieder die Belange der Gastronomen und Unternehmen in den Mittelpunkt der Debatte rückt. Unser Korrespondent kennt die politisch Handelnden seit vielen Jahren. Er weiß eine Antwort auf die Frage, wieso sich die CSU immer häufiger über Hubert Aiwanger ärgert.

Zunächst haben Kanzlerin Angela Merkel und zumindest die meisten der 16 Ministerpräsidenten sich dafür ausgesprochen, eine einheitliche Regelung hinsichtlich Beschränkungen oder Lockerungen zu beschließen. Seit ein paar Tagen aber gilt die Corona-Notbremse. Sie tritt in Kraft, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt binnen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte je 100.000 Einwohner registriert werden. In der betroffenen Region würden in diesem Fall, so die Theorie, wieder schärfere Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft treten. Damit soll verhindert werden, dass ein ganzes Land lahmgelegt wird - nur weil in einer Region ein verstärkter Ausbruch registriert wird. Doch: Ist das eigentlich clever oder riskant? Unser Autor klärt auf, wie die Corona-Notbremse funktioniert.

Bibliotheken, Museen, Büchereien, Galerien: Bayern ist Kulturland. Viele Menschen im Freistaat frönen der schönen Künste, der Literatur, der Malerei, der Architektur. Wochenlang konnten sie nicht in die Kultureinrichtungen. Corona verhinderte es. Nun dürfen sie wieder. Ihnen begegnen Galeristen, Bücherei- oder Museumsleiter, die um ihre Existenz zittern. Der wochenlange Shutdown hat tiefe Löcher in den Kassen hinterlassen. Dementsprechend positiv dürften einige Kulturschaffende am Donnerstag aufgenommen haben, wie die bayerische Staatsregierung mit einem Hilfspaket die Kunst und die Kultur erhalten möchte.

Weitere wichtige Corona-Nachrichten des Tages

  • Lange Zeit galt die Lombardei als das Corona-Epizentrum Europas. Die Region war ganz besonders hat getroffen vom Ausbruch der Pandemie. Zahlreiche Menschen verloren dort ihr Leben. Dementsprechend froh sind insbesondere die Menschen in dieser Region über Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus. Ein Baustein könnte nun ein Schnelltest sein, den ausgerechnet ein Forscher aus der Lombardei entwickelt hat. Er sagt: "Der Test funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschaftstest."

  • Am Wochenende startet die Fußball-Bundesliga wieder. Von Normalbetrieb kann keine Rede sein. An dieser Stelle haben wir schon mehrfach darüber geschrieben, welche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden sollen. Und auch, wie der FC Augsburg sich auf diesen ganz besonderen Saisonabschluss vorbereitet. Am Donnerstag nun hat Heiko Herrlich sein Debüt bei einer Spieltagspressekonferenz gegeben. Er glaubt nicht an ein generelles Jubelverbot, denn: "Fußball ist Emotion."

  • Pflegekräfte stehen bei der Bekämpfung der Pandemie an vorderster Front, riskieren ihre Leben für die Leben so vieler anderer, freuen sich über Applaus und Musik von Balkonen - und fragen sich wahrscheinlich dennoch regelmäßig: Wie lange bleibt unsere Situation so angespannt wie aktuell? Überdurchschnittlich viele Pflegekräfte infizieren sich selbst mit dem Coronavirus. Die Linke im Bundestag ist alarmiert - und fordert die 30-Stunden-Woche für Krankenpflegekräfte.

  • Schlechte Nachrichten gibt es seit Wochen genügend. Auch und gerade aus dem Wirtschaftsbereich. Viele Unternehmer machen sich nachvollziehbarerweise große Sorgen um die Zukunft. Und: Ja, die Tendenz zeigt für viele erst mal weiter nach unten. Aber Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch der Innovativen und gut Ausgebildeten. Deshalb ist unser Kommentator auch sicher: "Der schlimmste Monat liegt hinter uns."

Die Zahlen: Derzeit gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 172.239 Fälle, das sind 933 mehr als am Vortag. In Bayern haben sich aktuell 44.980 Menschen mit dem Virus infiziert, das sind 178 mehr als am Vortag. Insgesamt kommen in Bayern auf 100.000 Menschen aktuell 344 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Alle bestätigten Fälle in der Region finden Sie in diesem Artikel.

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