Bald ist es schon ein Jahr: Am Molberg in Höchstädt wird seit Monaten gewerkelt – und es läuft gut, wie Bürgermeister Stephan Karg sagt. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses hat er sich die Bauarbeiten diese Woche vor Ort angeschaut. Mit dem Ergebnis, dass in diesen Tagen noch der erste Teil der Asphaltdecke kommt und die Böschung am Kindergarten bereits angeglichen ist. Einzig die Mauerarbeiten seien circa zwei Wochen in Verzug. „Aber die Zufahrt für die Bewohner ist auch wieder geregelt. Es schaut gut aus. Bis Ende des Jahres soll alles fertiggestellt sein“, so Karg weiter.
Der Umbau des Molbergs ist ein Millionenprojekt, gefördert durch den Freistaat, das vor eineinhalb Jahren begonnen hat. In drei Bauabschnitten werden unter anderem die Versorgungsleitungen und auch die Straße selbst neu hergestellt. Dadurch soll auch der Naturkindergarten „Wiesenwichtel“ besser erreichbar sein, denn: Ein durchgängiger Gehweg wertet die Straße auf. Zugleich soll die Geh- und Radverbindung Richtung Dillinger Straße durch einen asphaltierten Weg verbessert werden.
Höchstädter Unternehmer Kimmerle hatte andere Pläne
Verbessert werden soll auch das alte Rathaus am Marktplatz. Mehr noch: Das Gebäude soll komplett neu umgestaltet und genutzt werden. Pläne und Ideen gibt es schon seit vielen Jahren, nun ist die Stadt laut Bürgermeister Karg so weit, dass die Planung und Finanzierung im aktuellen Haushalt mit aufgenommen werden. Und: „Wir sind schon sehr weit im Verfahren und sind uns einig, dass es kein Zurück gibt.“ Karg geht damit auf die Vorstellungen von Rudolf Kimmerle ein. Wie berichtet, hat der Höchstädter Unternehmer vor Kurzem mit eigenen, anderen Plänen für das alte Rathaus auf sich aufmerksam gemacht. Im Interview mit unserer Zeitung sagte Kimmerle zu den fertigen Plänen der Stadt: „Einfach furchtbar. Das passt doch nicht zusammen.“ Mit einem Glasaufgang, so der Unternehmer, würde es viel besser aussehen und passen. „Ich habe Erfahrung“, betont der 82-jährige Bauunternehmer.
Das alte Rathaus in Höchstädt soll 2027 umgebaut werden
Bürgermeister Karg erklärt, er habe telefonisch Kontakt mit Kimmerle aufgenommen, man habe miteinander gesprochen und auch geklärt, dass schon vieles entschieden und auf den Weg gebracht worden ist. Zudem, so Karg, gab es ein weiteres Angebot für einen persönlichen Termin im Rathaus. Den habe Kimmerle nicht wahrgenommen. „Ich denke, es ist alles in Ordnung und geregelt. Wir machen im Verfahren wie geplant weiter“, sagt Stephan Karg.
Wie berichtet, soll in dem neuen Anbau am alten Rathaus neben Ausstellungsräumen unter anderem auch eine Gaststätte unterkommen. Im Erdgeschoss sind Räume für Tourismus, Ausstellungsflächen und ein Ticketing-Büro vorgesehen. Es soll genug Lagerräume geben und auch das Heimatmuseum findet im Erweiterungsprojekt eine neue Bleibe. Mit großer Stimmenmehrheit hat der Stadtrat die Sanierung und Erweiterung beim „Alten Rathaus“ auf den Weg gebracht. Die Kosten: 7,8 Millionen Euro, rund 80 Prozent werden davon staatlich gefördert. Spätestens 2027 sollen die Bauarbeiten beginnen, nach zwei Jahren soll die Einweihung gefeiert werden.
Ein neues Fitnessstudio für Höchstädt?
Soweit sind die Pläne für ein anderes Projekt noch nicht, aber der Bau- und Umweltausschuss hat bei seiner Sitzung über eine neue Nutzung von bestehenden Ladenflächen in der Dillinger Straße diskutiert. Der Antrag kommt von einer Privatperson, erklärt der Bürgermeister weiter und ergänzt: „Dort, wo früher das ALF war, soll ein Fitnessstudio entstehen.“ Der Ausschuss habe diese Idee nicht grundsätzlich abgelehnt, aber im Hinblick auf Stellplätze gebe es noch Klärungsbedarf.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren