Der erste Lauinger Winzerverein hat in diesen Tagen einen Neuanfang gewagt. Auf dem Gelände der Elisabethenstiftung haben die Winzer endlich eine neue Heimat gefunden, nachdem der Pachtvertrag für die Pflanzfläche hinter dem Hotel Kannenkeller nach vielen Jahren nicht mehr verlängert worden war.
Nach intensiver Suche wurde dem Lauinger Winzerverein angeboten, ein Stück Land hinter dem Schloss zu bewirtschaften und mit Rebstöcken zu bepflanzen. „Wir sehen das als starkes Zeichen für den Zusammenhalt der Lauinger“, sagt Vereinsvorsitzende Gerlinde Bolsinger. Der Winzerverein war sehr erfreut über dieses Angebot und die freundliche Aufnahme und Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Elisabethenstiftung Lauingen, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Wir haben wieder eine Heimat in Lauingen gefunden“, betont Gerlinde Bolsinger. „Darüber sind wir sehr froh und freuen uns sehr auf die Aufgabe, neue Reben zu pflanzen und wachsen zu sehen.“ Natürlich brauche es seine Zeit, bis die ersten Jungreben Ertrag bringen, aber der Verein habe ja viele andere Traubenlieferanten, sodass auch das Lauinger Schlitzohr, der Wein der Lauinger Winzer, weiterhin genossen werden könne. Die Lauinger sitzen also nicht auf dem Trockenen.
Der wichtigste Schritt für den Weingarten erfolgte vergangene Woche
Am Montag, 4. Mai, war es dann endlich so weit: Es erfolgte der Spatenstich für die Pflanzung der Reben. Dabei handelt es sich aus Sicht des Vereins um den wichtigsten Schritt. Ab jetzt zählt die Geduld und die Pflege der neuen Rebstöcke.
Der Vorstand des Stiftungsrates der Elisabethenstiftung Jürgen Werner, Vorstand Walter Manz und Stiftungsrat Heinz Gerhards hießen den Winzervorstand und einige Winzermitglieder herzlich willkommen und freuten sich auf die Zusammenarbeit mit dem Lauinger Winzerverein. Um auf dies anstoßen zu können, wurde natürlich das Lauinger Schlitzohr ausgeschenkt.
In geselliger Runde entstanden so manche Ideen und tolle neue Projekte, ganz wie damals bei der Gründung des Vereins im Jahr 1990 in der damaligen „Reblaus“, heißt es in der Mitteilung. Vor allem sei es sehr erfreulich, dass sich bei der Jahresversammlung 2026 der komplette Vorstand zur Wiederwahl stellte und auch einstimmig von den Mitgliedern wieder gewählt wurde.
Vereinsvorsitzende Bolsinger sagt: „Wir freuen uns auf unsere neue Aufgabe und darüber, dass wir die Kultur des Weinanbaus in Lauingen am Leben erhalten können. Denn nicht jede Kultur reicht bis zu den Römern zurück.“ (AZ mit mayjo)
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