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Waldbesitzer Dillingen kämpfen gegen Borkenkäfer und Belastungen durch die EU

Landkreis Dillingen

Waldbesitzer stehen vor großen Herausforderungen

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    Die Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen hat Bilanz gezogen. In Holzheim dabei waren (von links) Markus Müller, Alwin Hieber, Eva-Maria Birkholz, Steffen Häußlein und Johann Stuhlenmiller.
    Die Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen hat Bilanz gezogen. In Holzheim dabei waren (von links) Markus Müller, Alwin Hieber, Eva-Maria Birkholz, Steffen Häußlein und Johann Stuhlenmiller. Foto: FBG Dillingen

    Die Klage bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen (FBG) war deutlich. „Nicht genug, dass wir Waldbesitzer und unsere Wälder durch Trockenheit, Borkenkäfer und Eschentriebsterben stark betroffen waren und sind. Dazu kommen auch noch politische Belastungen vor allem seitens der EU“, sagte der Vorsitzende Alwin Hieber bei der Begrüßung im voll besetzten Vereinszentrum in Holzheim. Auch 2025 habe die FBG die Waldbesitzer beim Holzeinschlag, Holzverkauf, bei der Bewältigung der Schadholzmengen, aber auch bei der Pflanzung und Pflege der Wälder unterstützen können. Dabei sei der Schulterschluss zwischen der FBG und den Revierförstern des Amtes enorm wichtig, betonte Hieber. Die „derzeit guten Holzpreise“ bringen seinen Worten zufolge auch Wertschöpfung in unsere Region.

    Die Politik greife immer mehr nach dem Wald

    Sorgen bereitet den Waldbesitzern die EU-Verordnung über die entwaldungsfreien Lieferketten. Verbesserungsvorschläge seien von der EU-Kommission nicht angenommen worden, so Hieber. Der bürokratische Aufwand für die Waldbesitzer werde – nach derzeitigem Stand – enorm sein. Ebenso treffe die Wiederherstellungsverordnung die Waldbesitzer hart. Auch diese Verordnung komme „über die Köpfe der Eigentümer hinweg“. Der Umbau zu klimaresistenten Wäldern werde erschwert, denn geeignete fremde Baumarten könnten nur sehr begrenzt eingesetzt werden.

    Hieber dankt Stuhlenmiller: „Er hat die FBG maßgeblich geprägt“

    Hieber dankte Geschäftsführer Johann Stuhlenmiller für seine 30 Jahre lange Arbeit. „Johann Stuhlenmiller hat die FBG maßgeblich entwickelt und geprägt“, so Hieber. Landrat Markus Müller würdigte den Einsatz der Waldbesitzer und FBG-Verantwortlichen: „Gerade für die nachhaltige Entwicklung unserer Naturräume – und dazu gehört auch der Wald – ist ein starker und verlässlicher Ansprechpartner wichtig.“ Eva-Maria Birkholz, Bereichsleiterin Forst im Wertinger Landwirtschaftsamt, rief die Waldbesitzer dazu auf, bei der Borkenkäferbekämpfung nicht nachzulassen. „Die Fangzahlen der Monitoringfallen in Wertingen zeigen, dass mit einem hohen Ausgangsbestand zu rechnen ist“, informierte Birkholz. Die Wiederbewaldung der Schadflächen laufe gut. Waldbesitzer nehmen das Beratungsangebot durch die Revierförster zum Waldumbau an. „Es sind aber noch einige Schadflächen nicht aufgeforstet worden“, erinnerte Birkholz an die Wiederaufforstungspflicht.

    Steffen Häußlein, Geschäftsführer der Ladenburger GmbH (Bopfingen), stellte die Standorte der Firma vor. 180 Lkw-Ladungen Rundholz werden im Werk in Kerkingen bei Bopfingen täglich verarbeitet. „Nachdem wir nicht mit jedem einzelnen kleinen Waldbesitzer in Kontakt treten können, sind die Forstbetriebsgemeinschaften als Bündler für uns enorm wichtig“, so Häußlein.

    Einen positiven Jahresabschluss für das Jahr 2025 mit einem Umsatz von über 12 Millionen Euro legte Geschäftsführer Stuhlenmiller vor. Es wurden über 100.000 Festmeter Holz verkauft. Gut 60 Prozent davon waren aus Schadereignissen (Borkenkäfer/Eschensterben). Dazu organisierte die FBG 14 Lagerplätze außerhalb des Waldes, um eine chemische Behandlung des Schadholzes gegen den Borkenkäfer zu vermeiden. Die FBG zählt 1790 Mitglieder mit einer Waldfläche von 9293 Hektar. Zahlreiche Betriebsmittel wurden an Mitglieder zum Schutz der jungen Waldpflanzen abgegeben. So wurden im Jahr 2025 über 30 Kilometer Zaungeflecht in die Wälder gebracht, um junge Pflanzen vor dem Verbiss durch Rehwild zu schützen. Die Aufwendungen allein für Material, Arbeitslöhne und Entsorgungskosten bezifferte er für das Jahr 2025 mit 500.000 Euro. „Da sind dann aber noch keine Pflanzen gekauft und gesetzt“, so Stuhlenmiller. Über 120.000 junge Pflanzen – überwiegend Laubbäume – wurden in den Wäldern der FBG neu angepflanzt.

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