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Eichenprozessionsspinner bedroht Altisheimer See - Fischereiverein spricht Warnung aus

Landkreis Donau-Ries

Giftige Raupen am Baggersee Altisheim: Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner im Donau-Ries-Kreis

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    Ein abgesperrter Bereich am Altisheimer Baggersee weist auf den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner hin. Vorsicht ist geboten.
    Ein abgesperrter Bereich am Altisheimer Baggersee weist auf den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner hin. Vorsicht ist geboten. Foto: Barbara Würmseher

    Vorsicht ist derzeit am Altisheimer Baggersee (Lehenfeldsee) geboten: Wer dort an sommerlich warmen Tagen zum Sonnenbaden und Schwimmen kommt, muss besonders aufpassen. Ein Teil des Geländes ist derzeit gesperrt, weil zwei Bäume stark vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Wie der Fischereiverein Donauwörth, Eigentümer des Sees, mitteilt, befinden sich diese Bäume an der Liegewiese neben dem Quellweg. Sie sind abgesperrt und Hinweisschilder machen darauf aufmerksam, dass der Aufenthalt dort auf eigene Gefahr ist.

    Wie bekannt, ist der Eichenprozessionsspinner vor allem wegen seiner mikroskopisch kleinen, giftigen Brennhaare gefährlich. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und brechen leicht. Sie werden über den Wind verbreitet und dringen leicht in Haut, Augen und Atemwege ein, was schwere allergische Reaktionen auslösen kann. Raupendermatitis, ein stark juckender, roter Hautausschlag mit kleinen Quaddeln oder Knötchen, Atemwegsbeschwerden, Augenreizungen und schlimmstenfalls ein allergischer Schock können die Folgen sein.

    Die Stadt Rain testet chemiefreie Schutzringe

    Auch die Stadt Rain warnt derzeit vor dem aktuellen Risiko des Befalls von Eichen durch den Eichenprozessionsspinner, insbesondere entlang von Wegen, Waldrändern und in Grünanlagen. Die Bevölkerung wird darum gebeten, besonders aufmerksam zu sein und Sicherheitshinweise zu beachten: Abstand zu befallenen Bäumen halten, Raupen und Nester nicht berühren, Hunde im Wald- und Baumbereich anleinen, auf ausgewiesenen Wegen bleiben und auch ältere oder verlassene Nester nicht anfassen.

    Hinweis am Altisheimer Baggersee. Dort gibt es Befall mit dem Eichenprozessionsspinner.
    Hinweis am Altisheimer Baggersee. Dort gibt es Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Foto: Barbara Würmseher

    Die Stadt Rain testet zur Prophylaxe neue, chemiefreie Schutzringe aus Schafswolle an Bäumen, um die Raupen auf ihrem Weg in den Boden zu stoppen und so die Ausbreitung zu minimieren. Wer einen Befall feststellt, wird gebeten, sich an die Bauhof-Gärtnerei unter bauhof-gaertnerei@rain.de oder 09090/92290-13 oder an das Ordnungsamt unter ordnungsamt@rain.de oder 09090/703-120 zu wenden.

    Der Friedwald in Donauwörth ist betroffen

    Auf Nachfrage erklärt die Stadt Donauwörth, dass der Stadtförster aktuell wieder unterwegs ist, um den Befall durch Eichenprozessionsspinner zu kontrollieren. Im Friedwald etwa sei die Raupe vermehrt festgestellt worden. Dort werden - da es sich um einen kritischen Bereich handle - die Nester abgesaugt. An anderen Orten, etwa dem Edelweißweg, würden im Fall des Falles Hinweisschilder mit der Bitte um Vorsicht aufgestellt werden.

    „Der Befall durch Eichenprozessionsspinner ist nicht meldepflichtig“, so Pressesprecher Mirko Zeitler, „dennoch freuen wir uns, wenn jemand, der Wahrnehmungen gemacht hat, diese unserem Ordnungsamt (Telefon 0906/789-310) mitteilt.“ (AZ)

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