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Ein Bus für alle: In Mertingen gibt es jetzt ein Carsharing-Angebot

Mertingen

Ein Bus für alle: In Mertingen gibt es jetzt ein Carsharing-Angebot

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    Der Bus in Mertingen kann über eine App gebucht werden. Das Bild zeigt (links) Bürgermeister Stephan Kreuzer und Seniorenbeauftragte Stefanie Bottek.
    Der Bus in Mertingen kann über eine App gebucht werden. Das Bild zeigt (links) Bürgermeister Stephan Kreuzer und Seniorenbeauftragte Stefanie Bottek. Foto: Bill Titze

    Einfach mal losfahren – das ist für eine größere Gruppe mitunter gar nicht so einfach. Wer fährt mit welchem Auto? Und wie verlieren wir uns nicht? Das sind nur zwei der Fragen, die sich bei einem größeren Ausflug für eine Gruppe stellen. Und auch das Ratschen untereinander ist bei mehreren Fahrzeugen natürlich schwierig. In Mertingen gibt es nun ein Angebot, das eine Antwort auf diese Fragen gibt. Denn seit zwei Wochen gibt es einen neuen Bus, den Menschen buchen können. Wie das funktioniert.

    „Der Vorschlag kam ursprünglich von Senioren aus der Gemeinde“, erzählt Seniorenbeauftragte Stefanie Bottek. Diese hätten sich zum Beispiel gewünscht, zusammen zum Einkaufen fahren zu können. Bottek war schnell von der Idee überzeugt und setzte alles in die Wege. Dass der Bus für neun Personen nun auf dem Parkplatz Am Pfarrgarten, direkt gegenüber dem Rathaus, steht, ist auch verschiedenen Unternehmen zu verdanken. Diese haben einen Großteil der Kosten für die Anschaffung übernommen. Die Gemeinde selbst hat rund 3000 Euro beigesteuert. Der Bus selbst ist aber im Besitz des Unternehmens Mikar.

    Der Bus in Mertingen kann über App gebucht werden

    Über die Mikar-App lassen sich Fahrten buchen, dazu ist zuvor eine Registrierung notwendig. Nutzer müssen Personalausweis, Führerschein und eine Zahlungsmethode angeben. Eine Zahlung ist über Mastercard und Lastschriftverfahren möglich. Vor der Fahrt genügt es, diese auf dem Handy zu starten. So wird die Beifahrertür geöffnet, der Schlüssel liegt im Handschuhfach. Übrigens ist es auch möglich, einen Dauerauftrag einzurichten. Wer also den Bus immer zu den Spielen des eigenen Vereins am Samstag braucht, kann das eintragen. Es steht ein großer Kofferraum zur Verfügung, Sitze können für mehr Stauraum ausgebaut werden. Es handelt sich um ein Automatik-Fahrzeug, getankt wird Diesel. Auch ein E-Fahrzeug sei im Gespräch gewesen. „Aber wir waren uns nicht sicher, ob jeder damit klarkommt“, sagt Bottek.

    Ausgeschlossen soll nämlich niemand sein, betont Bürgermeister Stephan Kreuzer, der sein Amt Anfang Mai angetreten hat. „Das Angebot richtet sich an alle.“ Der Bus sei eine Bereicherung für die Gemeinde. „In Nachbarkommunen funktioniert solch ein Angebot tadellos.“ Pro Stunde Nutzungsdauer kostet der Bus 7,90 Euro, das Fahrzeug einen ganzen Tag zu nutzen schlägt mit rund 80 Euro zu Buche. Die ersten 300 Kilometer sind frei, darüber hinaus kostet jeder Kilometer 15 Cent. Der Bus ist vollgetankt wieder auf dem dafür vorgesehenen Parkplatz gegenüber dem Rathaus abzustellen. Schließlich will sich dann schon bald eine neue Gruppe auf eine Fahrt begeben.

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