Mit einem festlichen und zugleich emotionalen Frühjahrskonzert begeisterten die Marxheimer Musikanten in der voll besetzten Diepoldhalle der Stiftung St. Johannes in Schweinspoint. Unter der musikalischen Leitung von Erwin Kitzinger präsentierten sowohl das Jugendorchester, als auch das Hauptorchester ein abwechslungsreiches Programm, das von traditioneller Blasmusik über Filmmusik bis hin zu großen Musicalmomenten reichte.
Den Auftakt gestaltete die Jugendkapelle, ebenfalls dirigiert von Erwin Kitzinger. Die 24 jungen Musikerinnen und Musiker zeigten eindrucksvoll, wie viel musikalisches Potenzial im Nachwuchs des Vereins steckt. Mit Stücken wie „Musik Musik“, und dem gefühlvollen „Only Time“ überzeugte das Ensemble durch Spielfreude, Präzision und einen warmen Gesamtklang. Besonders die beiden Polkas „Sorgenbrecher“ und „Böhmischer Traum“ sorgten für sichtbare Begeisterung im Publikum und rundeten den ersten Konzertteil schwungvoll ab.
Kraftvolles musikalisches Zeichen mit dem „Flieger-Marsch“
Nach einer kurzen Umbaupause übernahm das Hauptorchester der Marxheimer Musikanten die Bühne. Gleich zu Beginn setzte der „Flieger-Marsch“ ein kraftvolles musikalisches Zeichen. Ein erster Höhepunkt folgte mit der Filmmusik aus „Pearl Harbour“, die das Orchester mit großer Dynamik und emotionaler Tiefe interpretierte. Mit „Wo die Wolga fließt“ präsentierten die 25 Musikerinnen und Musiker anschließend ein Werk, das zu den klanglichen Höhepunkten des Abends zählte: warm, getragen und mit beeindruckender rhythmischer Dynamik.
Ein weiteres Highlight des Abends folgte: das Solo von Jürgen Lechner, der mit seiner Panflöte den weltbekannten Titel „Einsamer Hirte“ darbot. Lechner führte zudem als Moderator durch den Abend und verlieh dem Konzert eine charmant-humorvolle Note.
Vor Abschluss des ersten musikalischen Teils standen Ehrungen verdienter Mitglieder auf dem Programm. Diese übernahmen der 1. Vorsitzende des ASM Joachim Braun sowie sein Stellvertreter Christian Kanth. Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Katja Müller und Marcel Eder ausgezeichnet. Für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Karolina Stuber eine Ehrung. Besonders stolz zeigte sich der Verein über die Leistungen seines Nachwuchses: Anna Glas wurde für das erfolgreich abgelegte D3-Abzeichen geehrt, Maria Schmid erhielt für ihr D1-Abzeichen die Traumnote 1,0.
Bürgermeister Alois Schiegg fand ebenfalls lobende Worte für die musikalische Darbietung und betonte wieder einmal die kulturelle Bereicherung des Musikvereins für die Gemeinde.
„Phantom der Oper“ wurde zum Gänsehaut-Moment
Für einen besonderen Gänsehaut-Moment sorgte der Auftritt von Nadine Eimecke und Thomas Mayr, die gemeinsam den Musicalklassiker „Phantom der Oper“ interpretierten. Ihre Stimmen füllten die Halle und verschmolzen eindrucksvoll mit dem orchestralen Klangkörper. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus und kurzum gaben die Beiden eine Zugabe.
Nach der Pause setzte das Orchester das Konzert mit dem Werk „Gott Erhalts“ fort. Im Anschluss durften die Solisten Patrick Hummel und Michael Kitzinger mit dem Stück „Musikantengeflüster“ das Publikum verzaubern. Mit dem Walzerpotpourri „Vypichnuta“ und einem Konzertmarsch endete das offizielle Programm, bevor mit den Zugaben „Letzte Runde“ und „Ciao d’Amore“ der Abend stimmungsvoll ausklang.
Das Frühjahrskonzert der Marxheimer Musikanten zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die Blasmusik im Bezirk ASM 16 Donau-Ries ist. Mit einem starken Nachwuchs, engagierten Musikerinnen und Musikern und einem begeisterten Publikum blickt der Verein optimistisch in die kommende Saison. (AZ)
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