Einen Tag nach dem Einsatz liegt das schlauchähnliche, rote Gebilde weiter im Wasser der Wörnitz – und das wird wohl auch noch einige Tage so bleiben. Eingebracht hat es die Feuerwehr Donauwörth, die am Donnerstag zu einem Einsatz in Höhe des Kaibachtunnels ausrücken musste. Der Grund: Es war Öl ausgetreten, das sich auf dem Fluss ausbreitete. Zwei Dutzend Einsatzkräfte waren damit beschäftigt, den Schadstoff aufzuhalten.
„Man kann tatsächlich von einem Teppich reden“, sagt Stadtbrandmeister Thomas Stecker. Zwar sei die Ölschicht recht dünn gewesen. „Aber sie hat sich schon über zwei Meter ausgebreitet und war deutlich sichtbar.“ Gegen 9.30 Uhr hatte laut Stecker ein Anwohner die Leitstelle aufgrund des Ölgeruchs alarmiert. Der Stoff kam offenkundig aus dem Kaibachtunnel. Die Ursache steht bisher nicht fest, wie die Polizei erklärt.
Feuerwehr Donauwörth brachte Ölsperre in die Wörnitz ein
Die Einsatzkräfte positionierten sich am Ufer und brachten eine Ölsperre ins Wasser ein. „Das muss man sich vorstellen wie eine Art Gartenschlauch“, sagt Stecker. Dieser sei auf einer Trommel aufgebracht. „Er wird dann abgerollt und auf der anderen Uferseite befestigt.“ Wichtig sei es dabei, die entsprechende Spannung und Neigung des „Schlauchs“ herzustellen, damit das Öl in eine Ecke getrieben wird. Dort liegt ein Ölvlies, das den Schadstoff aufnimmt. „Wir kontrollieren jetzt alle zwei, drei Tage, ob das vollgesaugt ist und tauschen es im Zweifel aus.“ Ein Boot kam ebenfalls zum Einsatz, dessen Besatzung unter anderem das Ölvlies ausbrachte. Für die Donauwörther Feuerwehr ist das durchaus Routine, schließlich ist man für die hiesige Staustufe zuständig. „Wir haben deshalb auch die nötige Equipment.“
Die Feuerwehrleute waren zwar mit Schwimmwesten ausgestattet, sonderlich gefährlich war der Einsatz laut Stecker aber nicht. „Die Strömung in diesem Bereich der Wörnitz sehe ich nicht als kritisch an.“ Neben der Ölsperre wurde auch eine provisorische Vorfilterung am Austritt des Kaibachs eingebaut. Diese diene außerdem als Messpunkt für das Wasserwirtschaftsamt. Dieses entscheidet letztlich auch, wann die Sperre aufgehoben wird. Derzeitiger Stand ist, dass diese bis kommenden Donnerstag aufrechterhalten bleibt. Kanu- und Kajakfahrer sollen den Bereich großräumig umfahren. Der Feuerwehreinsatz dauerte bis ungefähr 12.30 Uhr. Auch Kräfte der Polizei und Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts Donauwörth waren zugegen. Wie hoch der Schaden ausfällt, ist derzeit noch unklar.
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