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Friedberg: Bei Corona-Verdacht: Fieberpraxis Friedberg ist eröffnet

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Bei Corona-Verdacht: Fieberpraxis Friedberg ist eröffnet

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    In der neu eröffneten Fieberpraxis wechseln sich niedergelassene Ärzte und Arzthelferinnen ab, die sich freiwillig gemeldet haben.
    In der neu eröffneten Fieberpraxis wechseln sich niedergelassene Ärzte und Arzthelferinnen ab, die sich freiwillig gemeldet haben. Foto: Josef Brutscher

    Hausärzte sahen sich vom Umgang mit Patienten mit Corona-Verdacht überfordert, Schutzkleidung fehlt, Patienten waren verunsichert. Und sich auf das Virus testen zu lassen, war kompliziert. Diese Probleme sollen nun im Landkreis Aichach-Friedberg ein Ende haben. Abhilfe schaffen zwei sogenannte Fieberpraxen in Aichach und Friedberg. Letztere wurde am Donnerstag offiziell eröffnet.

    Der Weg zur neu eröffneten Fieberpraxis im Gehörlosenzentrum in Friedberg sollte für niemanden ein Problem darstellen. In der ganzen Umgebung dienen Schilder mit der Aufschrift „Fieber–Praxis“ als Wegweiser. Seit Donnerstag hat die Praxis geöffnet. In Aichach beim alten Krankenhaus ist bereits seit Mittwoch eine Fieberpraxis in Betrieb. Die Praxen sollen als Anlaufstellen für Patienten mit Corona-Symptomen oder -erkrankung die niedergelassenen Ärzte entlasten.

    Besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus oder ist ein Patient bereits positiv getestet, kann er sich ohne Anmeldung in der sogenannten Fieberpraxis behandeln lassen. Zwei Behandlungsräume und ein Warteraum mit Sicherheitsabständen sind dafür im Gehörlosenzentrum in Friedberg eingerichtet worden.

    Besetzt ist die Praxis mit jeweils einem Arzt und einer Arzthelferin. Hier würden sich niedergelassene Ärzte, die sich freiwillig gemeldet haben, abwechseln, erklärt Dr. Andreas Ullmann, der Versorgungsarzt des Landkreises. „Bei Bedarf kann alles noch erweitert werden.“

    Praxis in Friedberg: Anmeldung ist nicht nötig

    Ullmann hat die Fieberpraxen in Kooperation mit den Kliniken an der Paar und der Stadt Friedberg auf den Weg gebracht. Der Gedanke, der dahinter steht: In der aktuellen Situation ist eine Schwerpunktpraxis zum Beispiel mit Schutzkleidung leichter auszustatten und die niedergelassenen Ärzte werden entlastet.

    Anders als in der kürzlich eröffneten Corona-Teststation an der Jugendverkehrsschule in Aichach-Nord brauchen Patienten für die Fieberpraxis keine Anmeldung und auch keinen Überweisungsschein. Wolle sich ein Landkreisbürger mit Symptomen, die auf eine Erkrankung durch Covid-19 hinweisen, nur testen lassen, sei die Corona-Teststation der bessere Weg, sagt Pressesprecher Wolfgang Müller. Einen Termin bekomme man hier innerhalb von ein bis zwei Tagen und auch das Testergebnis liege inzwischen nach rund einem Tag vor.

    Hubert Mayer, der neue Geschäftsführer der Kliniken an der Paar, betont, dass man eine Infektion durch Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen soll: „Man tut gut daran, mit einem entsprechenden Ernst an die Lage heranzugehen.“ Der Geschäftsführer führte Kooperationsgespräche mit Krankenhäusern im Großraum und kann auf tagesaktuelle Informationen über die jeweilige Belegung der Intensivbetten zugreifen.

    Er sagt: „Wir können Patienten dort unterbringen, wo sie ideal behandelt werden.“ Auch eine Verlegung an die Uniklinik Augsburg sei eine Option. Durch die neue Fieberpraxis seien Patienten im ambulanten Bereich vor Ansteckung geschützt und die Krankenhausressourcen würden geschont, sagt Mayer.

    Landrat Klaus Metzger sagt, in der momentanen Situation sei es wichtig, die „Optionen zu nutzen, die wir haben“. Er denkt jedoch schon weiter. Mit den Fieberpraxen soll der Landkreis nicht nur für den Moment, sondern auch für zukünftige Entwicklungen gewappnet sein. Wenn über eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen nachgedacht werde, „bedeutet das nicht, dass die Infektionszahlen nach unten gehen“, macht er deutlich. „Wir werden im Gegenteil damit rechnen müssen, einen Peak zu haben.“

    Die Öffnungszeiten der Corona-Praxen in Friedberg und Aichach

    • Die Fieberpraxis in Aichach ist in der Krankenhausstr.11 (beim Eingang des alten Krankenhauses) zu finden, in Friedberg in den Räumen des Gehörlosenzentrums (Oskar-von-Miller-Str. 41).
    • Die Öffnungszeiten für beide Fieberpraxen sind für den Anfang: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und Montag, Dienstag, Donnerstag 14 bis 17 Uhr.
    • Je nach Nachfrage könnten diese angepasst werden.

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