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Friedberg: Umbau der Friedberger Bahnhofstraße: Chance für schnelles Internet verpasst?

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Umbau der Friedberger Bahnhofstraße: Chance für schnelles Internet verpasst?

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    Die Bauarbeiten in der Friedberger Bahnhofstraße haben begonnen. Was ist mit dem Breitbandausbau?
    Die Bauarbeiten in der Friedberger Bahnhofstraße haben begonnen. Was ist mit dem Breitbandausbau? Foto: Marlene Volkmann

    Über drei Millionen Euro investiert die Stadt Friedberg in den Umbau der Bahnhofstraße. Ziel ist es, die heruntergekommene Straße zu einer schönen Einkaufsmeile zu machen. Ein Zukunftsthema wird bei dem Großprojekt aber kaum berücksichtigt.

    Anwohner in der Bahnofstraße Friedberg hofft auf schnelles Internet

    Anwohner Patrick Gruner findet: Wenn die Bahnhofstraße attraktiver werden soll, muss auch das Digitale berücksichtigt werden - genauer gesagt eine schnelle Internetanbindung über das Glasfasernetz. "Ich habe bei der Stadt nachgefragt, ob denn im Zuge des Umbaus geplant sei, zumindest die technischen Voraussetzungen für ein Glasfasernetz herzustellen", berichtet Gruner.

    Die Bahnhofstraße in Friedberg wird umgebaut.
    Die Bahnhofstraße in Friedberg wird umgebaut. Foto: Marlene Volkmann

    Der Anwohner bekam eine Antwort, allerdings eine, die ihm nicht gefiel. Die Stadt Friedberg sei nicht entscheidend, was den Breitbandausbau anbelangt: "Im Planungsprozess der Umbaumaßnahmen in der Bahnhofstraße wurde diesbezüglich bereits frühzeitig Kontakt zu den Versorgungsunternehmen aufgenommen. Die Spartenträger haben leider entschieden, dass dort kein Breitbandausbau erfolgen soll", bestätigt Pressesprecher Frank Büschel auf Nachfrage unserer Redaktion.

    Neuer Pflasterbelag erleichtert Breitbanderschließung

    Die Stadt bedauere das. Doch sei geplant, längs entlang der Bahnhofstraße Leerrohre zu verlegen. "Sodass bei einem späteren Breitbandausbau im besten Fall nur noch für die jeweiligen Hausanschlüsse Aufgrabungen notwendig werden", wie Büschel erläutert. Durch den neuen Pflasterbelag sei eine spätere Breitbanderschließung ohne dauerhafte Beeinträchtigungen möglich.

    Für Patrick Gruner ist das nur ein schwacher Trost: "Für mich wird das bedeuten, dass wir in meiner Lebensspanne vermutlich keine über die Kupferkabel hinausgehende Internetanbindung bekommen werden", so der Anwohner, der hinzufügt: "Wie kann ein Land, das sich selbst als an der technologischen Spitze stehend wahrnimmt, bei Umbaumaßnahmen diesen Umfangs versäumen, die neueste Technik für Internetanbindung zu verlegen?"

    CSU Friedberg hat Antrag für "Masterplan Glasfaserausbau" gestellt

    Die Verbesserung der Digitalinfrastruktur hat sich die CSU Friedberg auf die Fahnen geschrieben. Die Fraktion hat im Januar einen Antrag auf einen "Masterplan für Glasfaserausbau" gestellt. Dieser soll für die Kernstadt und die Ortsteile darstellen, wo Tiefbauarbeiten anstehen, bei denen Glasfaserausbau mitgeplant und ausgeschrieben werden könnte, und wo das bereits geschehen ist. Wenn sich Netzbetreiber nicht einbringen können, solle die Kommune Leerrohre verlegen - das reduziere die Kosten der späteren Erschließung mit Breitband und mache diese für die Betreiber attraktiver.

    Ziel sollte nach Ansicht der CSU die flächendeckende Versorgung des Stadtgebietes sein - inklusive Ortsteile. Der Partei ist jedoch auch bewusst: "Je weniger potentielle Anschlussnehmer vorhanden sind und je länger die Distanz zum nächsten Anschlusspunkt ist, desto schlechter ist die Wirtschaftlichkeit." Und damit sinkt das Interesse der Netzbetreiber. (mit kru)

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