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Mering: Polizei ermittelt nach Säureunfall bei der Firma Sonac in Mering

Mering

Polizei ermittelt nach Säureunfall bei der Firma Sonac in Mering

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    Vier Feuerwehren waren am Montag im Einsatz.
    Vier Feuerwehren waren am Montag im Einsatz. Foto: Eva Weizenegger

    Als am Montag gegen 15.50 Uhr bei der Leitstelle in Augsburg die Nachricht einging „Chemieunfall bei der Firma Sonac in Mering“ lief sofort das komplette Programm ab. „Das ist üblich in so einem Fall“, schildert Kreisbrandrat Christian Happach. Fällt das Stichwort „Gefahrgutunfall“ werden sofort die drei Feuerwehren aus Aichach, Friedberg und Mering und die Rettungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes alarmiert. „Da hat man zunächst lieber etwas zu viele Einsatzkräfte vor Ort als zu wenige“, so Happach.

    Er war auch Einsatzleiter am Montag, als bei der Rinderblut und Geflügelmehl verarbeitenden Firma in der Lechstraße Dämpfe aus einem defekten Aufbewahrungsbehälter kamen. Der Container, in dem sich säurehaltiges Reinigungsmittel befand, war sachgerecht im Freien und auf einer sogenannten Auffangwanne abgestellt, so die Informationen des Kreisbrandrates. Es bestand keine Gefahr für Menschen oder Umwelt. Der Produktion bei Sonac sei voll weitergelaufen.

    Über 100 Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren in Mering im Einsatz

    Kreisbrandrat Christian Happach war als Einsatzleiter vor Ort in Mering..
    Kreisbrandrat Christian Happach war als Einsatzleiter vor Ort in Mering.. Foto: Josef Abt

    Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei in Friedberg wurden an einem Container Reinigungsarbeiten mit einem säurehaltigen Reinigungsmittel ausgeführt. Im Container kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einer chemischen Reaktion, Dämpfe traten aus. Über 100 Feuerwehrleute waren am Montag vor Ort, um einen eventuellen Schaden an Mensch und Umwelt abzuwenden.

    Happach erläutert, dass die Berufsfeuerwehr Augsburg nachalarmiert wurde, um mit ihrem sogenannten Abrollbehälter für Umweltschutz anzurücken. Der Container wurde abgesichert und die Flüssigkeit in einen sicheren Behälter umgepumpt. Die Einsatzkräfte, die nicht mehr benötigt wurden, fuhren wieder ab. Gegen 20 Uhr war der Einsatz für alle beendet.

    Wer trägt für den Großeinsatz in Mering die Kosten?

    „Die Kosten dafür werden von den jeweiligen Kommunen mit der betroffenen Firma abgerechnet“, erklärt Happach. Bei einem Betriebsunfall übernehme das in der Regel die Versicherung. „Ich gehe davon aus, dass das auch diesmal so der Fall sein wird, da keine Fahrlässigkeit vorlag“, so Happach. Wie die Polizei in Friedberg informiert, werden jedoch Ermittlungen bezüglich eines möglichen Umweltdelikts aufgenommen.

    Grundsätzlich könne so ein Vorfall in vielen Betrieben vorkommen. „Auch Handwerksbetriebe arbeiten mit Lösungsmitteln oder Säure“, erklärt Happach. Im Landkreis selbst befinden sich außer bei Federal Mogul keine weiteren Firmen, die als sogenannte Störfallbetriebe bezeichnet werden, so der Kreisbrandrat. Federal Mogul verfüge zudem über eine speziell ausgebildete Werksfeuerwehr.

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