Geht es um den Schutz von Tieren und Natur, fliegen schnell die Fetzen, es geht hochemotional zu, Fronten sind verhärtet. Das zeigt sich im Umgang mit dem gestrandeten Wal Timmy in der Ostsee, es zeigte sich beim Bienen-Volksbegehren in Bayern und es zeigt sich ganz lokal bei Vorwürfen von Tierrechtlern gegen landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Aichach-Friedberg. Dass es zusammen besser geht, zeigt der Landschaftspflegeverband. Seit 1996 setzt er sich für die Kulturlandschaft, die Natur, die Flora und Fauna ein, und zwar gemeinsam mit Naturschützern und Landwirten, mit Kommunen und Behörden.
Der LPV ist in 30 Jahren angewachsen auf 70 Mitglieder, darunter der Landkreis und 23 Gemeinden sowie Vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz. Seine Arbeit des Verbandes ist mühselig – und genau das macht sie unbezahlbar. Artenschwund und Verödung der Flächen sind nicht zu stoppen, allerdings zu bremsen. Als Menschen entfremden wir uns immer mehr von der Natur, doch sind wir geprägt von der Landschaft, die uns umgibt. Und so bewahrt der Landschaftspflegeverband auch unsere Heimat. Das lesenswerte Buch „Naturschätze im Wittelsbacher Land“, herausgegeben vom LPV, zeigt auf, wie wertvoll diese Region in dieser Hinsicht ist.
Landschaftspflegeverband sammelt Blumensamen
Egal ob die seltene Kreuzkröte oder der Kiebitz, blühende Wiesen, für die jetzt der „eBeetle“-Roboter Samen sammelt, Heide, Stadtbiotope oder die sanfte Beweidung von Moorflächen: Der Landschaftspflegeverband und seine Mitglieder sind zu Stelle und packen gemeinsam an, auch wenn manchmal die Interessen auseinandergehen. In herausfordernden Zeiten, die vieles vor die Zerreißprobe stellen, sind sie so in mehrfacher Hinsicht ein Vorbild. Danke dafür!
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren