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Kommentar: Warum Fasching wirklich eine ernste Sache ist

Kommentar

Warum Fasching wirklich eine ernste Sache ist

Christine Hornischer
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    Tausende Zuschauer gibt es beim Faschingsumzug in Friedberg normalerweise. Im kommenden Jahr fällt die Veranstaltung aus.
    Tausende Zuschauer gibt es beim Faschingsumzug in Friedberg normalerweise. Im kommenden Jahr fällt die Veranstaltung aus. Foto: Klaus-Rainer Krieger (Archivfoto)

    Fasching also abgesagt? Das kann man sich kaum vorstellen. Man kann Ostern nicht absagen, genau so wenig wie Weihnachten. Und genauso ist es mit dem Fasching. Das unterstrich ja auch Lach-Moro-Vorsitzender Benjamin Gottwald. Natürlich können die Politiker verbieten, dass Festumzüge durch die Straßen ziehen oder die Garde-Mädels ihre Beine schwingen, so wie es nun leider geschehen ist.

    Doch dass die Jecken Spaß haben, das wird man ihnen nicht austreiben können. Irgendjemand setzt sich am 11. November um 11.11 Uhr eine Pappnase auf, malt sich ein Herzchen auf die Backe und beginnt zu feiern. Genauso wie sich das die regionalen Faschingsgesellschaften auch wünschen.

    Was ist mit den Alten und Kranken?

    Aber was ist denn mit den Kranken, Behinderten und denjenigen Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben und für die die fünfte Jahreszeit eine willkommene Abwechslung im Alltag bedeutet? Für einen Moment die Sorgen vergessen, Hoffnung schöpfen, sich ablenken lassen – diese positiven Merkmale des Brauchtums gewinnen in der von Unsicherheit und Sorgen geprägten Corona-Zeit mehr und mehr an Bedeutung. Sie sehen also: Fasching ist eine sehr ernste Sache.

    Lesen Sie dazu unseren Bericht: Ist der Fasching 2020/2021 in Aichach-Friedberg noch zu retten?

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