Es ist wie so oft im Leben: Schuld sind immer die anderen. Die Landwirte, die Monokulturen betreiben, Feldgehölze entfernen und ihre Äcker überdüngen. Politik und Behörden, die Gewerbegebiete ausweisen und Straßen quer durch die Landschaft bauen. Industrie und Autofahrer, die durch ihre Emissionen den Klimawandel vorantreiben. Sie alle sind dafür verantwortlich, dass die Natur immer weniger Platz findet.
Doch solche Schuldzuweisungen greifen zu kurz. Die Bauern reagieren mit ihrer Art des Wirtschaftens lediglich auf den Druck, den Handel und Verbraucher auf die Produzenten der Lebensmittel ausüben. Politik und Behörden erfüllen das Bedürfnis der Menschen nach Arbeit und Freizeit. Die Firmen und ihre Beschäftigten stecken in einem Kreislauf fest, in dem sich steigendes Wachstum und hohe Mobilität gegenseitig aufschaukeln.
Die ganze Gesellschaft muss umdenken
Die Frage nach den Verursachern von Flächenfraß und Artensterben führt also immer wieder zu uns selbst zurück. Die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit ist es, die ein Umdenken nötig hat. Diese Diskussion wird von der Corona-Krise derzeit nur überlagert. Sie ist deshalb nicht obsolet.
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