42 Jahre lang gehörte Johann Kügle dem Dasinger Gemeinderat an. Dafür war er vor zwei Jahren schon mit der Kommunalen Dienstmedaille ausgezeichnet worden. In der Sitzung am Dienstag war er einer der acht Gemeinderäte, die Bürgermeister Andreas Wiesner aus dem Gremium verabschiedete.
In den vergangenen sechs Jahren sei in der Gemeinde sehr viel passiert, sagte der Bürgermeister. „Voraussetzung dafür waren Beschlüsse im Gemeinderat.“ Wiesner dankte allen 20 Mitgliedern des Gremiums für ihre Engagement und die Leidenschaft, die sie gezeigt hatten. Fünf Bürgermeister hatte Johann Kügle während seiner 42 Jahre im Gemeinderat erlebt. Er habe von seinem Erfahrungsschatz profitiert, sagte Bürgermeister Wiesner. „Egal, was es war – der Hans weiß es, weil er dabei war.“ Er habe nahezu ein ganzes Berufsleben im Gemeinderat verbracht und „ist keiner Diskussion aus dem Weg gegangen, um gute Entscheidungen zu treffen“.
Dasinger Gemeinderäte scheiden nach vielen Jahren kommunalpolitischen Engagements aus
Anne Glas gehörte dem Gremium 30 Jahre lang an. Sie sei stets mit Herzblut und ganz viel Leidenschaft eine Streiterin für kommunale Themen gewesen, so der Bürgermeister. Zwölf Jahre lang war Glas Zweite Bürgermeisterin, in den vergangenen sechs Jahren war sie Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. „Sie hatte die positive Entwicklung der Gemeinde stets im Blick.“ Zweiter Bürgermeister Josef Plöckl schied nach 22 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Gemeinderat aus. Plöckl sei immer umfassend vorbereitet und in allen Themen mit drin gewesen, sagte Wiesner, der ihm für seine Unterstützung und Loyalität dankte: „Ich hätte die Zusammenarbeit gerne fortgesetzt.“
Bei Peter Fiehl, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, würdigte der Bürgermeister, dass er während seiner 18 Jahre im Gemeinderat immer eine klare Linie gehabt hatte. Ulrich Gail verlässt den Gemeinderat ebenfalls nach 18 Jahren. Mit seinen kritischen Bemerkungen habe der Heizungsbauer dem Gremium und dem Bürgermeister manchmal eingeheizt, sagte Wiesner.
Rudolf Kohler war vor 13 Jahren als Nachrücker in den Gemeinderat gekommen. In Anspielung darauf, dass er jahrzehntelang Vorsitzender des TSV gewesen war, sagte Wiesner, dass er mit seinem Elan „beispielgebend als Vorturner für manch Jüngeren“ sei. Albert Kreutmayr gehörte dem Gemeinderat sechs Jahre lang an. Mit seinen Ideen und Anstößen habe er zur Weiterentwicklung des Fahrzeugkonzepts im Bauhof beigetragen, so der Bürgermeister. Bei Ulrich Reisberger, der ebenfalls nach sechs Jahren ausschied, würdigte er, dass Reisberger stets gewusst habe „wo und wie man anpackt“. Als Mitglied des Bauausschusses habe er für die Gemeinde stets ein offenes Ohr gehabt.
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