Seit 26 Jahren führt er nun schon das zentrale Lokal am historischen Marktplatz in Mering: Christian Baumüller ist Wirt des „Andechser“ und ein Familienmensch. Bevor er das Lokal in seinem Heimatort im Jahr 2000 übernahm und Kinder bekam, ist der 53-Jährige jedoch viel herumgekommen.
Herr Baumüller, was ist das Besondere an Ihrem Lokal?
BAUMÜLLER: Das Besondere sind auf jeden Fall die zentrale Lage hier am Marktplatz in Mering und natürlich die historische Bausubstanz. Früher war das hier das Kaufhaus Mayer, jetzt ist es seit 26 Jahren das Andechser. Als das Haus damals zum Verkauf stand, wollte eigentlich die Gemeinde zuschlagen, dann hat es aber ein Gastronom aus München gekauft. Über eine Bekanntschaft ist man dann zusammengekommen und wir haben hier den Andechser eröffnet.
Wie ist Ihre Laufbahn als Wirt gelaufen?
BAUMÜLLER: Meine Laufbahn ging schon sehr früh los. Ich habe in München zuerst Hotelkaufmann gelernt. Dann habe ich eine zweite Lehre bei Dallmayr gemacht, auch in München. Von da aus bin ich nach Augsburg gekommen, in die Wolfsklause, so hieß sie damals noch. Von dort ging es ein Jahr nach Sylt und ein Jahr nach Kitzbühel. Eigentlich wollte ich auch wieder nach Sylt zurück, aber dann kam die Gelegenheit mit dem Andechser dazwischen, da war ich 27. So eine Chance bekommt man nur einmal.
Wenn Sie selbst einmal essen gehen, was ist Ihr Geheimtipp in der Region?
BAUMÜLLER: Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt noch Geheimtipps sind. Es gibt einige sehr gute Lokale, zum Beispiel Stefan Fuß aus Rohrbach mit seinem Gasthaus Goldener Stern. Aber da wissen ja alle, dass man dort gut isst. Ich mag die bürgerliche und die italienische Küche. Da gehe ich hier im Umkreis eigentlich überall gerne hin.
Was schmeckt Ihnen gar nicht?
DA GIBT ES TATSÄCHLICH ETWAS, WAS MIR GAR NICHT SCHMECKT: Herz und Lunge. Die esse ich nicht und die gibt‘s bei mir auch so gut wie nicht, außer vielleicht mal eine saure Lunge im Herbst. Sonst esse ich eigentlich alles.
Wer kocht daheim?
Wir kochen eigentlich relativ wenig daheim und essen oft selbst hier im Lokal. Wenn, dann koche ich mal ab und zu, gerne auch mal mein Sohn oder wir grillen im Sommer. Vor allem für die Kinder ist das optimal. Wenn ich nicht zu Hause bin, kommen sie her zum Essen oder verpflegen sich selber, die sind ja schon erwachsen.
In unserer Serie „Gastroherzen“ besuchen wir Wirtsleute aus Aichach-Friedberg. Melden Sie sich gerne bei uns, wenn wir auch Ihren Lieblingswirt oder die Lieblingswirtin aufnehmen sollen. Eine E-Mail mit Betreff „Gastroherzen“ an tim.graser@friedberger-allgemeine.de genügt.
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