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Steindorf streitet über Standort für das neue Bürgerzentrum

Steindorf

Steindorf streitet über den Standort für das neue Bürgerzentrum

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    Ein großes freies Grundstück befindet sich neben dem Steindorfer Gemeindehaus. Hier wäre ein möglicher Standort für das schon lange geplante Bürgerzentrum.
    Ein großes freies Grundstück befindet sich neben dem Steindorfer Gemeindehaus. Hier wäre ein möglicher Standort für das schon lange geplante Bürgerzentrum. Foto: Gönül Frey (Archivbild)

    Steindorf braucht ein neues Bürgerzentrum mit mindestens einem Veranstaltungssaal für circa 180 bis 200 Leute, einer Bühne und Sanitäranlagen. Nachdem der Versuch, das Eder-Anwesen zu kaufen, fehlgeschlagen ist, soll neu gebaut werden. Darüber sind sich alle Gemeinderäte einig. Nur in der Standortfrage ist offenbar keine Einigung zu erzielen. Zur Debatte steht ein Neubau südlich des neuen Feuerwehrhauses oder ein Neu- oder Anbau am derzeitigen Gemeindehaus neben Kindergarten und Kirche. Der Gemeinderat hat dazu schon öfter nicht öffentlich getagt, ist bei Probeabstimmungen aber immer nur zu einer Pattsituation gekommen.

    Es gibt gute Argumente für oder gegen beide Standorte. Das vor einigen Jahren erstellte Gemeindeentwicklungskonzept sieht den Standort am jetzigen Gemeindehaus, andererseits gibt es den Bebauungsplan „Steindorf Ost“, der das Bürgerzentrum am Feuerwehrhaus beinhaltet. Nachdem jahrelang ohne Ergebnis diskutiert worden ist, sollen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden, nur wie weiß niemand. Aber es soll noch vor der nächsten Kommunalwahl entschieden werden.

    Für die Theatervereine ist die jetzige Lösung unbefriedigend

    Die jetzige Lösung ist aus der Not heraus geboren und für die beiden Theatervereine unbefriedigend. Die letzten Stücke wurden auf einer kleinen Bühne im Stüberl des Gemeindehauses aufgeführt, vor einer begrenzten Zuschauerzahl. Bürgermeister Paul Wecker favorisiert einen Neu- oder Anbau am Gemeindehaus: „Wollen wir jetzt ein Bürgerzentrum oder einen Theaterstadl für zweimal im Jahr?“ Weiter sagte er: „Durch die Gemeindestruktur werden immer Bürger mit dem Auto fahren müssen.“ Kleinere Vereinsversammlungen würden wohl weiterhin im Sportheim in Hofhegnenberg oder im Feuerwehrhaus Eresried stattfinden. Sonst müssten noch kleinere Räume hinzugebaut werden.

    Einen weiteren Vorteil sah Wecker an diesem Standort, weil auch Veranstaltungen des Kindergartens und der Kirche dort unterkommen könnten. Michael Reichlmayr, der zweite Bürgermeister, ist für einen Neubau am Feuerwehrhaus: „Ein Neubau ist was Gescheites.“ Über kurz oder lang würden die Vereine hineingehen, ein Anschluss an die bestehende Hackschnitzelheizung wäre möglich. „Im Ort auch“, konterte Wecker.

    Womöglich entscheiden die Bürger über das Bürgerzentrum

    Georg Egenhofer sah keine hundertprozentige Lösung, gab aber zu bedenken, dass im Gemeindehaus gleichzeitig die Toiletten saniert werden könnten. Gerhard Bernhard verlangte ein Gesamtkonzept für beide Standorte und wäre „eher fürs Feuerwehrhaus“. Andreas Letzel favorisiert auch den Neubau am Feuerwehrhaus, weil es „viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Ortsmitte ohne Bürgerzentrum“ gebe.

    Eine Entscheidung soll her, aber der Gemeinderat findet wohl keine. Reichlmayr schlug vor, die Bürger entscheiden zu lassen. Wecker war dem nicht abgeneigt: „Machen wir ein Ratsbegehren – oder wir ringen uns doch noch zu einer Entscheidung durch.“           

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