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Durchschnittsgehalt in der Pflege: So viel Geld bekommen Pflegekräfte

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Durchschnittsgehalt in der Pflege: So viel Geld bekommen Pflegekräfte

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    Pflegekräfte übernehmen eine wichtige Aufgabe, das spiegelt sich auch in ihrem Gehalt wider.
    Pflegekräfte übernehmen eine wichtige Aufgabe, das spiegelt sich auch in ihrem Gehalt wider. Foto: Daniel Ernst, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Seit April 2025 gilt in der Pflege ein neuer Tarifvertrag, der TVöD Pflege. Gelten soll er laut dem Bundesinnenministerium (BMI) für 27 Monate und insgesamt für eine Gehaltssteigerung von 5,8 Prozent sorgen. Zwar fallen in Deutschland nicht alle Pflege- und Betreuungskräfte unter den Tarifvertrag, aber dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zufolge werden Pflegeeinrichtungen nach SGB XI nur dann zugelassen, wenn ihre Beschäftigten in der Pflege angemessen entlohnt werden. Für kirchliche und öffentliche Träger gibt es mit dem TVöD und der kirchlichen Arbeitsrechtsregelung klare Lohnvorgaben, aber auch Arbeitgeber, die nicht tarifgebunden sind, müssen sich an diesen Vorgaben orientieren.

    Was das für Pflegekräfte in Deutschland konkret bedeutet, geht aus einer aktuellen Erhebung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hervor. Nach Berechnungen des Verbands sind die bundesweiten Stundenlöhne in der Langzeitpflege im Jahr 2025 gegenüber 2024 um 4,9 Prozent auf 23,70 Euro gestiegen. Die Entwicklung variiert je nach Bundesland aber stark.

    Durchschnittsgehalt in der Pflege: So viel Geld bekommen Pflegekräfte

    Der Personalmangel in der Pflege ist groß, insbesondere in Anbetracht immer weiter steigender Pflegefallzahlen. Deshalb versucht die Politik, den Beruf attraktiver zu machen – zum Beispiel mit dem Pflegekompetenzgesetz, dem Pflegemindestlohn und einem guten Gehalt. Denn „eine gute Pflege geht nur Hand in Hand mit einer angemessenen Entlohnung der Pflege- und Betreuungskräfte“, erklärt das BMG.

    Laut Oliver Blatt dürfte dieses Ziel 2025 erreicht werden. Der GKV-Vorsitzende sagt: „Pflegekräfte können sich insgesamt darauf verlassen, dass sie fair bezahlt werden, denn auch in diesem Jahr sind die Durchschnittslöhne in der Altenpflege gestiegen“ – und zwar im bundesweiten Durchschnitt um 4,9 Prozent. Das ist zwar weniger als 2024, als die Gehälter um neun Prozent gestiegen sind, aber deutlich mehr als 2022 und 2023, als es nur jeweils zwei Prozent waren. Im Bundesdurchschnitt verdienen Pflegekräfte 23,70 Euro pro Stunde. So sieht es der GKV-Berechnung zufolge in den einzelnen Bundesländern aus:

    • Hamburg: 24,55 Euro
    • Nordrhein-Westfalen: 24,21 Euro
    • Rheinland-Pfalz: 24,01 Euro
    • Baden-Württemberg: 23,99 Euro
    • Schleswig-Holstein: 23,92 Euro
    • Saarland: 23,70 Euro
    • Sachsen-Anhalt: 23,53 Euro
    • Bremen: 23,48 Euro
    • Berlin 23,42 Euro
    • Bayern 23,38 Euro
    • Niedersachsen: 23,33 Euro
    • Sachsen: 23,32 Euro
    • Brandenburg: 23,13 Euro
    • Hessen: 23,06 Euro
    • Thüringen: 22,53 Euro
    • Mecklenburg-Vorpommern: 22,44 Euro

    Der Durchschnittslohn ist mit 24,55 Euro in Hamburg zwar am höchsten, am größten war der Anstieg jedoch in Bremen. Laut dem GKV ist der Lohn in dem Bundesland aufgrund vereinigter Tarifsteigerungen aus den Jahren 2024 und 2025 um knapp 15 Prozent gestiegen. Auch in Berlin, Brandenburg und Sachsen fiel die Steigerung mit acht bis neun Prozent hoch aus. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hingegen mussten sich Pflegekräfte mit einem moderaten Anstieg von 2,7 und 3,6 Prozent zufriedengeben.

    Übrigens: Was gut für Pflegekräfte ist, wirkt sich negativ auf die Eigenanteile pflegebedürftiger Menschen aus. Der GKV schätzt, dass die pflegebedingten Eigenanteile im Pflegeheim durch die Lohnsteigerung im Schnitt um 100 Euro steigen werden. Nach Abzug des Leistungszuschlags der Pflegeversicherung müssten Pflegebedürftige dann pro Monat etwa 40 Euro mehr bezahlen.

    Pflegefachkräfte vs. Pflegekräfte mit und ohne Ausbildung: So viel verdienen sie im Durchschnitt

    In der Pflege gilt nicht für alle Beschäftigten der gleiche Gehaltssatz. Unterschieden werden laut dem GKV drei Beschäftigungsgruppen: Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung, Pflegeassistenzkräfte, also Hilfskräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung, und Pflegefachkräfte.

    Im Bundesdurchschnitt verdienen Pflegehilfskräfte etwa 20,26 Euro pro Stunde. Das entspricht dem GKV zufolge gegenüber 2024 einer Steigerung von knapp 5,2 Prozent. Pflegeassistenzkräfte bekommen einen Stundenlohn von etwa 22,62 Euro – 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittslohn von Pflegefachkräften lag 2025 bei 27,06 Euro pro Stunde. Das entspricht einem Plus von knapp 4,4 Prozent.

    Auch hier gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern teils große Unterschiede. So viel verdienen die drei Gruppen laut GKV-Berechnung:

    BundeslandPflegehilfskraftPflegeassistenzkraftPflegefachkraft
    Baden-Württemberg20,37 Euro22,82 Euro27,28 Euro
    Bayern20,01 Euro22,25 Euro26,83 Euro
    Berlin20,51 Euro21,97 Euro27,42 Euro
    Brandenburg20,13 Euro21,68 Euro26,87 Euro
    Bremen20,60 Euro22,03 Euro27,07 Euro
    Hamburg20,77 Euro23,33 Euro27,89 Euro
    Hessen20,15 Euro21,85 Euro26,63 Euro
    Mecklenburg-Vorpommern19,51 Euro21,44 Euro26,03 Euro
    Niedersachsen20,23 Euro22,16 Euro26,68 Euro
    Nordrhein-Westfalen20,53 Euro23,47 Euro27,40 Euro
    Rheinland-Pfalz20,11 Euro22,57 Euro27,25 Euro
    Saarland20,07 Euro23,24 Euro27,23 Euro
    Sachsen20,30 Euro21,72 Euro26,35 Euro
    Sachsen-Anhalt20,33 Euro22,30 Euro26,87 Euro
    Schleswig-Holstein20,45 Euro22,27 Euro27,34 Euro
    Thüringen19,61 Euro21,15 Euro26,30 Euro

    Der Auswertung zufolge verdienen Pflegehilfskräfte mit 20,77 Euro pro Stunde in Hamburg am meisten und mit 19,51 Euro in Mecklenburg-Vorpommern am wenigsten. Pflegeassistenzkräfte verdienen mit 23,47 Euro pro Stunde in Nordrhein-Westfalen am besten und mit 21,15 Euro in Thüringen am schlechtesten. Pflegefachkräfte verdienen mit 27,89 Euro in Hamburg am meisten und mit 26,03 Euro pro Stunde in Mecklenburg-Vorpommern am wenigsten.

    Übrigens: Der Pflege-Mindestlohn ist im Juli 2025 zuletzt gestiegen und gibt ebenfalls unterschiedliche Vorgaben für die drei Berufsgruppen vor. Pflegehilfskräfte müssen demnach jetzt mindestens 16,10 Euro pro Stunde verdienen, Pflegeassistenzkräfte 17,35 Euro und Pflegefachkräfte 20,50 Euro.

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