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Sie sichern die Pflege: Aus welchen Ländern kommen die ausländischen Pflegekräfte?

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Sie sichern die Pflege: Aus welchen Ländern kommen die ausländischen Pflegekräfte?

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    Ein großer Teil der Pflegekräfte in Deutschland hat Migrationshintergrund.
    Ein großer Teil der Pflegekräfte in Deutschland hat Migrationshintergrund. Foto: AntonioDiaz, stock.adobe.com (Symbolbild)

    In Zeiten, in denen die Politik viel über Abschiebungen redet, stellt sich die Frage, wie ein Deutschland ohne Menschen aus dem Ausland aussehen würde. Immer wieder sieht man in den sozialen Medien Videos, die verdeutlichen, wie ausgedünnt die Belegschaft in Krankenhäusern wäre, wenn es keine Pflegekräfte aus dem Ausland gäbe. Kann das deutsche Gesundheitssystem ohne ausländische Pflegekräfte überhaupt funktionieren?

    Wie viele Pflegekräfte kommen aus dem Ausland?

    Im Jahr 2024 kamen über 300.000 der insgesamt rund 1,7 Millionen Pflegekräfte, die in Deutschland arbeiteten, aus dem Ausland. Diese Zahlen hat der Mediendienst Integration im April 2025 herausgegeben. Fast jede fünfte Pflegekraft kommt also aus dem Ausland. Und der Wert wird immer höher. Seit dem Jahr 2013 hat er sich vervierfacht.

    Die Beschäftigung in der Pflege wächst laut Bundesagentur für Arbeit (BA) seit 2022 ausschließlich durch internationale Zuwanderung. Die Zahl der deutschen Pflegekräfte in Krankenhäusern stagniert. In der Altenpflege nahm sie zwischen 2023 und 2024 sogar um vier Prozent ab. Mittlerweile liegt der Anteil ausländischer Beschäftigter in Pflegeberufen laut der BA bei 18 Prozent. Allein durch sie ist die Zahl der Pflegekräfte von Juni 2023 bis Juni 2024 um 27.000 gestiegen. Ohne die Unterstützung von Fachkräften aus dem Ausland wäre die Versorgung vielerorts also vermutlich nicht mehr gesichert.

    Woher kommen ausländische Pflegekräfte?

    Die Herkunftsländer der ausländischen Pflegekräfte sind vielfältig. Neben Menschen aus EU-Staaten wie Polen, Kroatien und Rumänien kommen auch immer mehr Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten. Seit 2015 hat sich die Zahl der Syrer und Syrerinnen, die in der Pflege arbeiten, verzehnfacht. Heute sind es etwa 17.000 Beschäftigte. Von den Philippinen stammen heute etwa 9400 Pflegekräfte, aus Indien rund 8800.

    Das Wachstum an ausländischem Gesundheitspersonal zeigt sich auch bei den berufstätigen Ärzten und Ärztinnen. Ende 2024 hatten rund 15,6 Prozent aller Ärzte in Deutschland eine ausländische Staatsangehörigkeit, wie die Bundesärztekammer schreibt. Im Jahr zuvor waren es noch 6,8 Prozent weniger. Die häufigsten Herkunftsländer hier seien Syrien, Rumänien, die Türkei, Russland, Österreich und Griechenland.

    Braucht Deutschland ausländische Pflegekräfte?

    Wie groß die Abhängigkeit vom internationalen Fachpersonal inzwischen ist, zeigt eine Befragung des Deutschen Krankenhaus Instituts: In dieser berichteten 96 Prozent der Kliniken, in denen ausländische Fachkräfte tätig sind, von einem Zuwachs in den vergangenen fünf Jahren, mehr als die Hälfte der Krankenhäuser sprach sogar von einem deutlichen Anstieg.

    Der demografische Wandel wird den Fachkräftemangel in den nächsten Jahren zusätzlich verschärfen, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. Bis 2049 wird der Bedarf an Pflegekräften um ein Drittel steigen, auf rund 2,15 Millionen Beschäftigte. Laut Prognosen könnten dann bis zu 690.000 Pflegekräfte fehlen.

    Dass Gesundheitspersonal aus dem Ausland immer wichtiger wird, zeigt ein Aufruf mehrerer Ärzte- und Pflegeverbände aus dem Februar 2025. Darin heißt es: „Fachkräfte aus dem Ausland sind unverzichtbar für eine flächendeckende Krankenhausversorgung.“ Gerade in ländlichen Regionen würde der hohe Anteil der ausländischen Pflegekräfte die Gesundheitsversorgung sichern. Deutschland müsse aus diesem Grund ein weltoffenes und tolerantes Land bleiben.

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