Startseite
Icon Pfeil nach unten
Geld & Leben
Icon Pfeil nach unten
Pflege
Icon Pfeil nach unten

GdB 20: Hat man schon mit diesem Grad der Behinderung Vorteile als Arbeitnehmer?

Grad der Behinderung

GdB 20: Hat man schon mit diesem Grad der Behinderung Vorteile als Arbeitnehmer?

  • |
  • |
  • |
  • |
    Mit einem Grad der Behinderung können Arbeitnehmer bestimmte Nachteilsausgleiche erhalten. Es kommt aber auf den GdB an.
    Mit einem Grad der Behinderung können Arbeitnehmer bestimmte Nachteilsausgleiche erhalten. Es kommt aber auf den GdB an. Foto: fizkes, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Der Grad der Behinderung (GdB) gibt an, in welchem Maße körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen das gesellschaftliche Leben einer Person einschränken. Er beschreibt also, wie sehr eine Behinderung die Teilhabe am sozialen Leben beeinträchtigt, informiert das Portal pflege.de. Der GdB sagt jedoch nichts über die Arbeitsfähigkeit der betroffenen Person aus und ist unabhängig von ihrem Beruf.

    Menschen mit Behinderungen können laut dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen, die sich nach dem Grad der Behinderung richten. Der GdB wird in Stufen festgelegt, wobei die Abstufungen in Zehnerschritten zwischen 20 und 100 erfolgen. Ein Behinderungsgrad von 20 ist somit der niedrigste. Laut pflege.de sind Beispiele für Behinderungen und Krankheiten, mit denen man einen GdB 20 bekommen könnte, Darmfunktionsstörungen, Osteoporose, Schädel-Hirn-Trauma, Farbenblindheit, Tinnitus, Schwerhörigkeit oder Autismus-Spektrum-Störung.

    Auch mit einem geringen GdB hat man bereits Anspruch auf bestimmte steuerliche Vorteile. Welche das sind und ob man im beruflichen Kontext weitere Nachteilsausgleiche geltend machen kann, erfahren Sie hier.

    Grad der Behinderung 20: Welche steuerlichen Vorteile gibt es?

    Ab einem nachgewiesenen GdB 20 hat man steuerliche Vorteile in Form des Behinderten-Pauschbetrags, der das zu versteuernde Einkommen mindert. Dieser ist in § 33b des Einkommenssteuergesetzes (EStG) festgeschrieben und soll Menschen mit Behinderung helfen, Aufwendungen für die Hilfe bei alltäglichen Verrichtungen, für die Pflege sowie den erhöhten Wäschebedarf abzufedern. Je höher der GdB, desto höher fällt der Pauschbetrag aus. Nach Angaben des EStG liegt der Pauschbetrag 2026 mit einem GdB 20 bei 384 Euro. Um diesen Steuerfreibetrag geltend zu machen, müssen Betroffene laut der Vereinigten Lohnsteuerhilfe die Anlage „außergewöhnliche Belastungen“ in der Steuererklärung ausfüllen.

    Hat man mit einem GdB 20 Vorteile als Arbeitnehmer?

    Ab einem GdB von mindestens 50 gelten Menschen als schwerbehindert, informiert der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung. Schwerbehinderte Arbeitnehmer mit einem Schwerbehindertenausweis haben laut dem Familienratgeber der Aktion Mensch Anspruch auf einige Nachteilsausgleiche im Berufsleben, etwa:

    Wie der Behindertenbeauftragte informiert, gibt es für Menschen mit Behinderung, die einen GdB von mindestens 30 und weniger als 50 haben, zudem die Möglichkeit der Gleichstellung mit schwerbehinderten Menschen: Wenn sie aufgrund ihrer Behinderung keinen passenden Arbeitsplatz finden oder halten können, werden sie von der Agentur für Arbeit als schwerbehindert eingestuft.

    Für Personen mit einem Grad der Behinderung von 20 gibt es die Möglichkeit der Gleichstellung jedoch nicht. Das Portal anwalt.org bestätigt, dass Betroffene bei einem GdB 20 kein Anrecht darauf haben, mit Schwerbehinderten gleichgestellt zu werden. Insofern haben sie keinen Anspruch auf weitere Vorteile als Arbeitnehmer.

    Übrigens: Bei einer zunehmenden Beeinträchtigung im Alltag können Betroffene einen Verschlechterungsantrag stellen, um einen höheren Grad der Behinderung zu erhalten.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren