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Mindestlohn in der Pflege steigt: Wie viel Geld bekommen Pflegekräfte 2026 und 2027 mindestens?

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Mindestlohn in der Pflege steigt: Wie viel Geld bekommen Pflegekräfte 2026 und 2027 mindestens?

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    Mehr als eine Million Pflegekräfte bekommen bald mehr Geld.
    Mehr als eine Million Pflegekräfte bekommen bald mehr Geld. Foto: Beaunitta Van Wyk/peopleimages.com, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Gute Nachrichten für mehr als eine Million Pflegekräfte: Der Mindestlohn in der Altenpflege soll in diesem und dem nächsten Jahr steigen, wie aus einem Bericht der Bundesregierung hervorgeht. Demnach will die schwarz-rote Koalition einer Empfehlung der Pflegekommission nachkommen. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas betonte, dass gute Löhne in der Pflege zentral seien, „damit sich auch in Zukunft Menschen gern für den Pflegeberuf entscheiden und die Versorgung von Pflegebedürftigen sichergestellt ist.“ Die Erhöhung des Mindestlohns in der Pflege soll in zwei Stufen erfolgen.

    Pflege: Mindestlohn steigt in zwei Schritten um fünf Prozent

    Die Pflegekommission hat sich einstimmig für eine Erhöhung des Mindestlohns in der Pflege ausgesprochen, informierte die Bundesregierung. Die Mitglieder stimmten für eine Steigerung des Stundenlohns von fünf Prozent, welche in zwei Schritten erreicht werden soll: Auf eine erste Erhöhung im 1. Juli 2026 soll eine zweite Erhöhung zum 1. Juli 2027 erfolgen.

    Die Bundesregierung möchte der Empfehlung nachkommen und eine Erhöhung der bundesweit einheitlichen Sätze per Verordnung festlegen, berichtete die Tagesschau. Eine Entscheidung, die rund 1,3 Millionen Pflegekräfte betrifft, die in Einrichtungen arbeiten, die unter den Pflegemindestlohn fallen. Dazu gehören ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, nicht aber Krankenhäuser.

    Was ist die Pflegekommission überhaupt?

    Die Pflegekommission setzt sich aus acht Personen zusammen, die in der Pflegebranche fest verankert sind. Vier davon sind der Arbeitgeberseite zuzuordnen und vier der Arbeitnehmerseite. Die Mitglieder der Kommission üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus und bleiben für fünf Jahre in ihrem Amt, erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die aktuellen Mitglieder sind seit 2021 im Amt. Alle zwei Jahre arbeitet die Pflegekommission einen Vorschlag zur künftigen Höhe des Mindestlohns in der Pflege aus.

    Wie hoch ist der Mindestlohn in der Pflege 2026 und 2027?

    Die Anpassung des Mindestlohns ist an die unterschiedlichen Qualifikationsstufen geknüpft, die in der Pflege existieren. Für Pflegehilfskräfte steigt der Stundenlohn laut Angaben der Bundesregierung von 16,10 Euro auf 16,95 Euro. Qualifizierte Pflegekräfte können sich künftig über 18,26 Euro in der Stunde freuen – und Pflegefachkräfte über 21,58 Euro.

    Qualifikationaktueller MindestlohnMindestlohn ab 1. Juli 2026Mindestlohn ab 1. Juli 2027
    Pflegehilfskraft16,10 Euro16,52 Euro16,95 Euro
    Qualifizierte Pflegehilfskraft17,35 Euro17,80 Euro18,26 Euro
    Pflegefachkraft20,50 Euro21,03 Euro21,58 Euro

    Zuletzt war der Pflegemindestlohn zum 1. Juli 2025 gestiegen. Die aktuelle Verordnung ist noch bis 30. Juni 2026 gültig, die künftige soll dann bis 30. September 2028 laufen. Überall, wo der Pflegemindestlohn nicht gilt, müssen sich Beschäftigte in der Pflege mit dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn zufriedengeben. Dieser ist laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro gestiegen und wird ab dem 1. Januar 2027 bei 14,60 Euro liegen.

    Erhöhung des Pflegemindestlohns – Verdi stimmte offenbar nur „schweren Herzens“ zu

    Die Gewerkschaft Verdi hatte gefordert, den Mindestlohn in der Pflege an den Einstiegsgehältern auszurichten, die im öffentlichen Dienst gelten. Dieser Forderung wollten die Arbeitgeber aber nicht nachkommen, wie Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler laut der Tagesschau erklärte. Dem Kompromiss stimmte die Gewerkschaft demnach nur „schweren Herzens“ zu. Verdi kritisierte auch, dass die empfohlene Höhe des Mindestlohns „weit weg von einer leistungsgerechten Vergütung dieser oft harten und gesellschaftlich so sinnvollen Tätigkeit“ sei. Bühler hält die Empfehlung der Pflegekommission für ein „Eigentor“, da die Abwanderung aus der Altenpflege in Krankenhäuser durch die neuen Löhne nicht verhindert werden könne.

    Die Arbeitgeberseite zeigte sich hingegen erleichtert. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hält die lange Laufzeit bis September 2028 und den moderaten Anstieg von fünf Prozent für angemessen. „Höhere Belastungen hätten wir als Arbeitgeberverband angesichts der finanziellen Lage unserer Unternehmen nicht mittragen können“, zitierte die Tagesschau den bpa-Arbeitgeberpräsidenten Rainer Brüderle.

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