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Was sind QPR in der Pflege? Und was soll sich dabei ab Juli 2026 ändern?

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Was sind QPR in der Pflege? Und was soll sich dabei ab Juli 2026 ändern?

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    Pflegebedürftige Menschen sind auf die Unterstützung anderer angewiesen. Die QPR sollen Angehörigen dabei helfen, ambulante Pflegedienste besser einschätzen zu können.
    Pflegebedürftige Menschen sind auf die Unterstützung anderer angewiesen. Die QPR sollen Angehörigen dabei helfen, ambulante Pflegedienste besser einschätzen zu können. Foto: Jana Bauch, dpa (Archiv)

    Wer einen ambulanten Pflegedienst für sich oder einen Angehörigen sucht, steht vor einer schwierigen Frage: Wie gut ist die Pflege dort wirklich? Um diese Frage zu beantworten, sollen die sogenannten QPR helfen. Was es mit dem Begriff auf sich hat und was sich in diesem Zuge ab Juli 2026 ändern soll, lesen Sie hier.

    QPR in der Pflege: Was ist das überhaupt?

    Die Abkürzung QPR steht für „Qualitätsprüfungs-Richtlinien“. Vereinfacht gesagt, sind die QPR verbindliche Vorgaben für die Qualitätsprüfung in der Pflege. Sie legen unter anderem fest, wer für die Prüfung von Pflegeeinrichtungen zuständig ist und nach welchen Regeln diese Prüfung abläuft. Beschlossen werden diese Qualitätsprüfungs-Richtlinien laut der AOK vom Medizinischen Dienst Bund.

    Wie der Medizinische Dienst Bund erklärt, besteht das Qualitätssystem dabei aus drei Säulen:

    • Die Einrichtungen erheben selbst regelmäßig Qualitätsdaten und melden sie an eine unabhängige Auswertungsstelle.
    • Der Medizinische Dienst prüft die Einrichtungen.
    • Die Pflegekassen veröffentlichen die Ergebnisse im Internet, damit sich Verbraucher informieren können, bevor sie eine Entscheidung treffen.

    Auch interessant: Pflegebedürftige haben die gleichen Rechte wie Menschen, die nicht auf Hilfe angewiesen sind. Um das sicherzustellen, gibt es die Pflege-Charta.

    QPR in der Pflege: Warum wird das System jetzt reformiert?

    Für Pflegeheime gilt bereits seit 2019 ein reformiertes Prüfsystem, wie der Medizinische Dienst Bund erklärt. Für ambulante Dienste läuft das alte System noch bis Juli 2026. Bisher bekamen ambulante Pflegedienste nach jeder Prüfung eine Schulnote, von „sehr gut“ bis „mangelhaft“. Das Problem laut Medizinischem Dienst Bund: Echte Unterschiede waren für Verbraucher kaum zu erkennen. Deshalb hat der Gesetzgeber bereits 2016 eine Reform angestoßen.

    QPR in der Pflege: Was ändert sich ab Juli 2026?

    Ab dem 1. Juli 2026 gelten neue QPR für ambulante Pflegedienste. Laut AOK und Medizinischem Dienst Bund bringen sie drei wesentliche Neuerungen:

    • Der Blick verschiebt sich. Formale Strukturkriterien rücken in den Hintergrund. Stattdessen soll stärker geprüft werden, was bei den Pflegebedürftigen tatsächlich ankommt, die sogenannte Ergebnisqualität.
    • Ein neues Thema rückt in den Fokus. Pflegedienste sollen künftig erkennen, wenn pflegende Angehörige an ihre Grenzen stoßen, und das aktiv ansprechen. Der Hintergedanke laut AOK: Pflegebedürftige sollen so möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können.
    • Die Bewertung wird klarer. Statt Schulnoten gibt es vier Kategorien, von A („Keine Auffälligkeiten oder Defizite“) bis D („Defizit mit eingetretenen negativen Folgen“).

    Schon gewusst? Wer zu Hause gepflegt werden kann, statt ins Pflegeheim zu müssen, spart unter Umständen viel Geld. Die Eigenanteile für einen Heimplatz sind im Januar 2026 auf über 3200 Euro im Monat gestiegen. Die Höhe des Eigenanteils und die Aufenthaltsdauer hängen dabei direkt zusammen.

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