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Welche Ausbildungen gibt es in der Pflege?

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Welche Ausbildungen gibt es in der Pflege?

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    Wer in der Pflege arbeiten möchte, muss eine Ausbildung machen.
    Wer in der Pflege arbeiten möchte, muss eine Ausbildung machen. Foto: BuyOutFelix04/peopleimages.com, stock.adobe.com (Symbolbild)

    In Deutschland steigt die Zahl pflegebedürftiger Menschen immer weiter an. Laut dem Statistischen Bundesamt könnten es bis 2070 zwischen 6,9 und 7,7 Millionen Betroffene mit einem Pflegegrad von 1 bis 5 sein. Aktuell zählt die Pflegestatistik knapp 5,7 Millionen Pflegebedürftige. Kein Wunder also, dass auch der Bedarf an professionell Pflegenden steigt.

    Wer in der Pflege arbeiten möchte, kann eine Ausbildung machen – oder ein Pflegestudium absolvieren. Dabei gibt es nicht nur den einen Pflegeberuf, sondern viele verschiedene Arbeitsfelder. Welche Ausbildungen gibt es in der Pflege?

    Ausbildungen in der Pflege: Welche gibt es?

    In der Pflege gab es bis Ende 2019 laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) drei verschiedene Berufsausbildungen – in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Seit dem 1. Januar 2020 gibt es nur noch eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann – allgemein also zur Pflegefachkraft. 

    Dem BMG und pflegeausbildung.net, einer Seite des Bundesfamilienministeriums (BMBFSFJ), zufolge befähigt die sogenannte generalistische Ausbildung dazu, Menschen aller Altersgruppen und in allen Versorgungsbereichen zu pflegen. Durch die Zusammenführung der verschiedenen Ausbildungen würden die Bedingungen verbessert und die Attraktivität von Pflegeberufen gesteigert. Zudem müssen Auszubildende kein Schulgeld mehr bezahlen und erhalten „eine angemessene Vergütung“.

    Im Verlauf der Pflegeausbildung können Auszubildende laut pflegeausbildung.net verschiedene Versorgungsbereiche und Einsatzorte kennenlernen – zum Beispiel im Krankenhaus oder Pflegeheim, bei einem ambulanten Pflegedienst, in der psychiatrischen Pflege oder in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen.

    Übrigens: Wenn künftige Pflegefachkräfte ihre Ausbildung in einer öffentlichen Einrichtung absolvieren, fallen sie unter den TVAöD-Pflege. Dieser Tarifvertrag wird speziell für Auszubildende ausgehandelt.

    Pflegeausbildung: Welche Voraussetzungen müssen Auszubildende erfüllen?

    Wer eine generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft machen möchte, muss laut pflegeausbildung.net einen mittleren Schulabschluss oder eine andere erfolgreich abgeschlossene zehnjährige Schulbildung haben. Schülerinnen und Schüler mit einem Hauptschulabschluss können die Ausbildung beginnen, wenn sie vorher eine einjährige Ausbildung zur Pflegeassistenz – diese Ausbildung soll übrigens bis 2027 reformiert und vereinheitlicht werden – gemacht oder eine andere mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen haben.

    Ausbildung in der Pflege: Wie läuft sie ab?

    Die Pflegeausbildung dauert laut pflegeausbildung.net drei Jahre in Vollzeit oder bis zu fünf Jahre in Teilzeit. Auf Antrag und unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildung aber verkürzt werden. Grundsätzlich besteht die Ausbildung zur Pflegefachkraft aus theoretischem und praktischem Unterricht an einer Pflegeschule und einer praktischen Ausbildung. Letztere findet in verschiedenen Pflegeeinrichtungen statt und ist in einen Orientierungseinsatz, in Pflichteinsätze, in einen Vertiefungseinsatz sowie weitere Einsätze gegliedert.

    Zum Ende ihrer Ausbildung erlangen Azubis einen generalistischen Berufsabschluss. Dieser befähigt neue Pflegefachkräfte dazu, in allen Pflegebereichen zu arbeiten. Auszubildende haben aber auch die Möglichkeit, einen gesonderten Abschluss mit einer Spezialisierung auf die Altenpflege oder Kinderkrankenpflege zu machen, erklärt pflegeausbildung.net. Entscheidend ist hierbei, in welchem Bereich der Vertiefungseinsatz absolviert wurde.

    Auszubildende, die einen Vertiefungseinsatz in der Langzeitpflege gewählt haben, erhalten vor Beginn des letzten Drittels ihrer Ausbildung ein Wahlrecht. Sie können entscheiden, ob sie die begonnene generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft fortsetzen oder ob sie ihre Ausbildung auf einen Abschluss als Altenpflegefachkraft ausrichten wollen. In diesem Fall werden sie im letzten Drittel der Ausbildung speziell zur Pflege älterer Menschen ausgebildet.

    Auszubildende mit einem Schwerpunkt in der Pädiatrie können entsprechend einen Berufsabschluss als Kinderkrankenpflegekraft wählen. Anders als der generalistische Berufsabschluss werden die Abschlüsse in der Alten- und Kinderkrankenpflege allerdings nicht automatisch EU-weit anerkannt. Auch, ob diese Wahlmöglichkeit auf Dauer bestehen wird, ist bisher nicht sicher. Laut pflegeausbildung.net will der Deutsche Bundestag noch 2026 entscheiden, welche Regelungen aufgehoben oder beibehalten werden.

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