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Rentenstreit beigelegt: Große Reform soll kommen – mit milliardenschwerer Unterstützung der jungen Generation

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Rentenstreit beigelegt: Große Reform soll kommen – mit milliardenschwerer Unterstützung der jungen Generation

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    Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Vizekanzler Lars Klingbeil bei einer Pressekonferenz am 28. November 2025. Sie gaben bekannt, dass die Rentenreform kommen soll, wie geplant.
    Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und Vizekanzler Lars Klingbeil bei einer Pressekonferenz am 28. November 2025. Sie gaben bekannt, dass die Rentenreform kommen soll, wie geplant. Foto: Michael Kappeler, dpa (Archivbild)

    Der Streit ist beigelegt, die Rentenreform soll kommen: Nach langen Beratungen, die bis in die Nacht hinein andauerten, haben sich die Koalitionsspitzen von CDU, CSU und SPD auf einen Kompromiss beim Streitthema Rente verständigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, soll der bereits vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf unverändert bleiben. Allerdings wird dieser durch einen Begleittext ergänzt, der die jungen Kritiker aus der Unionsfraktion umstimmen soll. Außerdem will die schwarz-rote Koalition der jungen Generation entgegenkommen.

    Streit um Rentenreform beigelegt: Bundesregierung will an Gesetzesentwurf festhalten

    Der Umgang mit der Rente ist seit dem Antritt der schwarz-roten Koalition eines der großen Streitthemen zwischen Union und SPD. Nachdem sich die Koalition nach intensiven Gesprächen auf eine Reform geeinigt hatte, mobilisierte sich der Widerstand in der Jungen Union (JU). Sie ging zwar mit, das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent zu halten, wie die Tagesschau berichtet. Allerdings stieß ihr ein weiterer Punkt übel auf: der Plan, das Rentenniveau nach 2031 höher zu halten, als es von der Gesetzeslage gefordert wird. Die JU warnte vor dadurch entstehenden Milliardenkosten. Ihre Ablehnung ist ein großes Problem für die Bundesregierung, da die JU mit ihren 18 Abgeordneten im Bundestag die schwarz-rote Mehrheit kippen kann.

    Trotzdem entschieden sich Union und SPD nach einer langen Nacht am Freitag, 28. November 2025, an allen Punkten der Rentenreform festzuhalten. Der Koalitionsausschuss möchte der JU aber auch entgegenkommen – und zwar in Form eines Begleittexts. Dieser soll laut der Tagesschau die Sicherheit bringen, dass im kommenden Jahr eine grundsätzliche Rentenreform umgesetzt wird. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach in diesem Zuge von einer „umfassenden Reform des gesamten Altersversorgungssystems der Bundesrepublik Deutschland“.

    Rente: Union und SPD wollen junger Generation entgegenkommen

    In dem Begleittext sind nach Informationen der Tagesschau mehrere Punkte festgehalten, die die JU und junge Erwachsene allgemein besänftigen sollen. Rund um den größten Streitpunkt stellt die Bundesregierung eine Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsfaktors in Aussicht, der die demografische Lage berücksichtigt. Auch dadurch sollen die Beitragssätze über die nächsten zehn Jahre hinweg stabil bleiben. Außerdem soll ein Nachholfaktor eingeführt werden, der zum Abbau des Ausgleichsbedarfs führen soll, der durch die Haltelinie – momentan 2031 - beim Rentenniveau entsteht. Auch ein höheres Renteneintrittsalter soll laut dem Begleittext geprüft werden. Ein Gedanke, der innerhalb der SPD bislang strikte Ablehnung fand, wie die dpa berichtet.

    Was ist der Nachholfaktor bei der Rente?

    Der Nachholfaktor sorgt laut der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) dafür, dass Renten zwar nicht sinken, aber in späteren Jahren langsamer steigen. Hintergrund ist die Schutzklausel, die verhindert, dass Renten bei einer negativen Lohnentwicklung oder anderen dämpfenden Faktoren gekürzt werden. Der rechnerisch eigentlich nötige Minuswert wird dadurch aufgeschoben. Steigen die Renten später wieder, fällt der Anstieg so lange geringer aus, bis diese zuvor ausgefallene Kürzung ausgeglichen ist. Dadurch werden Renten zwar stabil gehalten, Erhöhungen aber zeitweise abgefedert.

    Die Reform soll 2026 von einer Rentenkommission erarbeitet werden, die laut Tagesschau noch 2025 zusammengesetzt wird. Vorschläge sollen im zweiten Quartal 2026 vorgelegt werden. Die Kommission soll aus Mitgliedern von CDU, CSU und SPD bestehen, aber auch aus unabhängigen Experten. CSU-Chef Markus Söder machte laut Tagesschau klar, dass es „keine Denkverbote“ und auch „keine Tabus“ innerhalb der Rentenkommission geben wird.

    Die Kommission soll sich auch mit der Frage beschäftigen, ob und inwiefern „weitere Gruppen“ und „weitere Einkunftsarten“ bei Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen, wie laut dpa aus dem Begleittext zu entnehmen ist. Die betriebliche und vor allem private Absicherung neben der gesetzlichen Rente soll dabei im Mittelpunkt stehen. Hierbei findet sich im Begleittext ein weiteres Angebot an die JU und die junge Generation im Allgemeinen: Der Bund will den Aufbau einer privaten Vorsorge durch die Dividenden eines Aktienpakets unterstützen, wie die dpa berichtet. Das Volumen: zehn Milliarden Euro.

    Bundeskanzler Merz rechnet nach der Einigung innerhalb der Koalition mit einer Zustimmung im Bundestag für den Gesetzesentwurf. Über diesen soll laut der dpa schon in der ersten Dezemberwoche abgestimmt werden.

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