Kaum ein Festessen ist so beliebt wie Raclette oder Fondue – verschiedene Umfragen bestätigen das. Ungezwungen mit der Familie oder Freunden tafeln ohne stundenlange, anstrengende Vorbereitungen liegt im Trend. Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität. Egal ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan - bei Raclette oder Fondue lassen sich verschiedenste Essensvorlieben vereinen. Und das Beste: Jeder ist hierbei Koch oder Köchin, auch Kinder können mitmachen! Was braucht es für die beiden Klassiker?
Zutaten fürs Raclette: Fleisch, Fisch und Finesse
Fürs Raclette: Zunächst einmal ein Raclettegerät, das in der deutschen Variante Pfännchen und Grillplatte mitbringt. Will man es nicht wie in der Schweiz belassen, dem Heimatland des Raclettes. Sind der Fantasie neben geschmolzenem Käse, Kartoffeln, Brot, Silberzwiebeln und Cornichons keine Grenzen gesetzt. Von deftig bis süß geht da (fast) alles.
Fleisch, Fisch, Scampi, Gemüse oder vegane Alternativen lassen sich auf der Grillplatte knusprig braten. Am besten bestreicht man diese unabhängig vom Material vorab mit etwas Bratöl, dann brennen die Leckereien nicht so schnell an. Bei den Pfännchen lässt sich nach Belieben variieren: Kartoffeln, Gemüse, Obst – alles, was man mag, kann hinein. Egal, ob frisch oder aus der Konserve.
Einige Zutaten sollte man jedoch vorgaren: Kartoffeln, Blumenkohl, Brokkoli oder Rosenkohl zum Beispiel. Auch beim Würzen gilt: Erlaubt ist, was schmeckt. Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer, Gewürzpaprika, Curry oder Kräuter sind da nur einige Beispiele.
Der richtige Käse macht das Raclette zum Genuss
Was auf keinen Fall fehlen sollte: Käse in jeglicher Form! Neben klassischem Raclettekäse eignen sich auch Weichkäse wie Camembert oder Brie, Blauschimmelkäse, Mozzarella oder Sorten wie Reblochon, Emmentaler, Bergkäse oder Gouda. Selbst wer auf Milchprodukte verzichten möchte, kann sein Pfännchen mit einer schmelzenden Schicht veganer Alternativen überziehen. Und wer keinen Käse mag, kann seine Kreation auch einfach ohne Käse zubereiten … Für die meisten gehören neben Pellkartoffeln auch Brot und verschiedene Soßen dazu. Gesundheitsbewusste setzen zudem auf Salate.
So klappt‘s mit dem Fondue
Für Fondue benötigt man einen Fonduetopf, auch Caquelon genannt, samt Stövchen zum Warmhalten oder alternativ ein elektrisches Fonduegerät. Letzteres punktet damit, dass kein offenes Feuer benötigt wird. Außerdem noch lange Fonduegabeln zum Eintauchen der Zutaten.
Je nachdem, welche Art von Fondue zubereitet werden soll, benötigt man unterschiedliche Zutaten. Bei einem klassischen Fleischfondue wird in mundgerechte Stücke geschnittenes Fleisch in heißer Brühe (eine kräftig gewürzte Rinder- oder Gemüsebrühe) oder heißem Fett (neutral schmeckendes Bratöl, Rapsöl) gegart. Anstelle von Fleisch lassen sich auch Scampi, feste Fischfilets oder Gemüse so zubereiten.
Käse für den Fondue-Topf
Für Käsefondue wird eine Mischung von Hart- und Halbhartkäsesorten wie Greyerzer, Emmentaler und Appenzeller geschmolzen. Damit das Ganze flüssig genug wird, kommt Weißwein, Apfelwein oder eine Mischung aus Wein und Wasser hinzu. Alkoholfrei wird die Mischung mit Apfelsaft. Für Bindung sorgt Kartoffelstärke. Gewürzt wird die Käsemischung mit Knoblauch, Pfeffer und Muskatnuss. Wer mag, fügt noch etwas Kirschwasser hinzu. Zum Eintunken werden Brotwürfel (vom Vortag sind sie besonders fest), Kartoffeln oder Gemüse verwendet. Wer experimentierfreudiger ist, kann auch weniger traditionelle Zutaten wie Oliven oder Weintrauben und anderes festes Obst nehmen. Soßen und Salate passen zu beiden Arten des Fondues.
Kalorienärmer werden Raclette und Fondue, wenn mehr Salat und Gemüse sowie weniger Fettes auf den Tisch kommt. Wer auf Brühe statt auf Fett setzt, spart beim Fondue noch zusätzliche Kalorien.
Wichtig bei beiden Festessen: Auf Hygiene achten! Empfindliche Zutaten wie rohes Fleisch oder rohen Fisch möglichst auch am Tisch kühlen, verschiedene Fleischsorten separat voneinander lagern. Zutaten mit Portionierlöffeln oder -gabeln entnehmen. Im Zweifel gilt: lieber vergolden statt verkohlen!
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren