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Lebensmittelmotten im Schrank? Diese Schritte stoppen den Befall schnell

Ernährungskolumne

Ach, du Schreck: Wenn Motten im Küchenschrank wohnen

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    Dörrobstmotten, auch als Hausmotte bekannt, verstecken sich gern in der Küche.
    Dörrobstmotten, auch als Hausmotte bekannt, verstecken sich gern in der Küche. Foto: Andrea Warnecke, dpa

    Draußen erwacht die Natur und mit ihr die ersten Insekten. Es brummt und summt, krabbelt und raschelt. Doch nicht nur da. In manchem Küchenschrank und mancher Vorratskammer flattert und krabbelt es auch gern einmal! Kaum ein Haushalt, der nicht schon einmal mit Vorratsschädlingen wie Lebensmittelmotten (dazu zählen unter anderen Dörrobst- und Mehlmotten) und anderem Getier (wie Brot-, Korn- und Reismehlkäfer) zu tun hatte. Beim Gedanken daran, wie sich die gefräßigen Tierchen am Lieblingsmüsli, der Schokolade oder den Nüssen laben, ekelt sich nicht nur die Autorin.

    Viele der Schädlinge kommen schon mit dem Einkauf ins Haus, Papier oder Folie halten sie nicht ab. Auch vermeintlich unbeschädigte Verpackungen können Eier, Larven oder ausgewachsene Tiere beherbergen. Sind diese erst einmal im Haus, verbreiten sich die unliebsamen Besucher oft rasant. Das eher warme Klima in Küchen begünstigt ihre Vermehrung.

    Außerdem sind die Schädlinge nicht wählerisch – Dörrobstmotten zum Beispiel machen auch vor Mehl, Nüssen und Schokolade nicht Halt. Nudeln, Suppenwürfel, Kaffeepulver und Gewürze sind häufig Opfer von Brotkäfern. Nahezu alle Vorratslebensmittel und auch Tierfutter können befallen werden. Damit das nicht passiert, kann man vorbeugend einiges tun.

    Merksatz für Schädlingsbefall in der Küche

    Erst ausmisten, dann reinigen, dann umfüllen – sonst kommen sie wieder: Wer Schädlinge in seinen Schränken erkennt, sollte Befallenes konsequent entsorgen, Schränke samt Ritzen und Bohrlöchern gründlich säubern und alle übrigen Vorräte prüfen. Danach Mehl, Müsli, Nüsse und Co. nur noch in dicht verschließbare Behälter füllen und die Lebensmittelbestände regelmäßig kontrollieren. Gegebenfalls noch mal ausmisten.

    Gegen Schädlinge vorbeugen

    Neu gekaufte Vorräte auf möglichen Befall prüfen und in fest verschließende Behälter (am besten mit Gummidichtung) umfüllen. Nur bedarfsorientierte Mengen an Lebensmittel einlagern, Vorräte regelmäßig kontrollieren, auf trockene und kühle Lagerung achten, regelmäßig lüften und falls vorhanden eine Dunstabzugshaube mit Außenabzug nutzen sowie Vorratsschränke oder -Kammern regelmäßig reinigen.

    Fliegengitter an den Fenstern schützen vor einfliegenden Vorratsschädlingen. Findet man weiße Gespinste, Verklumpungen oder Exkremente der Insekten (schwarze Krümel) in Vorräten oder Schränken oder flattern bereits Motten durch die Küche, ist Schnelligkeit geboten. Befallenes in einer Plastiktüte für einige Tage einfrieren oder mit kochendem Wasser übergießen und erst danach draußen im Hausmüll entsorgen.

    Schädlingsbefall erkennen

    Außerdem übrige Vorräte auf Befall prüfen und gegebenenfalls entsorgen, noch nicht in Behältern gelagerte Lebensmittel in gut schließende Gefäße füllen und die Schränke mitsamt aller Ritzen und Bohrlöcher gründlich reinigen. Auch Schraubdeckelgläser kontrollieren, manche Larve versteckt sich gern unter dem Deckelrand. Im Nachgang zu diesen Maßnahmen alle zwei bis drei Tage auf weiteren Befall prüfen. Mit Klebefallen, die mit Duftstoffen die männlichen Tiere anlocken, lässt sich die Wirksamkeit prüfen und der Vermehrungszyklus unterbrechen.

    Schädlingsbefall stoppen

    Bei starkem oder wiederkehrendem Befall lohnt es sich, die Schädlingsart genauer zu bestimmen, bevor man eine Maßnahmen auswählt. Insektizide sollte man eher meiden, denn sie können sowohl bei Anwendern, deren Haustieren als auch bei Nützlingen zu gesundheitlich negativen Auswirkungen führen. Lässt sich der Einsatz nicht vermeiden, empfiehlt sich vorab die Art des Schädlingsbefalls zu ermitteln, um das passende Produkt zu wählen. Informationen dazu und zur Anwendung findet man beispielsweise im Biozid-Portal des Umweltbundesamtes oder im Wissensportal zum Vorratsschutz des Julius-Kühn-Instituts.

    Umweltfreundlich, ungefährlich für Mensch und Haustier sowie ganz ohne Chemie lassen sich die meisten Vorratsschädlinge mithilfe von Schlupfwespen vertreiben. Die Larven der Nützlinge fressen die Motten- und Käferbrut. Die Schlupfwespen verschwinden, sobald die Schädlinge ausgemerzt sind. Erhältlich sind die nützlichen Tierchen online und im Handel zum Beispiel in Baumärkten.

    Zur Person

    Anja Schwengel-Exner ist Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Bayern. Wenn sie sich nicht mit Krabbel- und Flugetier beschäftigt, nimmt sie sich auch schonmal neue Food-Trends vor. Hier hat sie, zum Beispiel, über den Airfryer geschrieben. Warum gefriergetrocknete Früchte sich nicht unbedingt als Snack für Zwischendurch eignen, erklärt sie hier.

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