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Diabetes durch Alkohol: Ist das möglich?

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Diabetes durch Alkohol: Ist das möglich?

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    Alkohol kann einen Einfluss auf Diabetes haben.
    Alkohol kann einen Einfluss auf Diabetes haben. Foto: LIGHTFIELD STUDIOS, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Das Feierabendbier, Rot- und Weißwein zum Essen, der Schnaps für die Verdauung, Cocktails auf Partys und Sekt, wenn es etwas zum Feiern gibt. Alkohol gehört für viele Menschen in bestimmten Lebenssituationen wie selbstverständlich dazu. Laut kenn-dein-limit.de, einer Seite des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, ist Deutschland im internationalen Vergleich ein „Hochkonsumland“. Und das, obwohl der Alkoholkonsum hierzulande seit über 40 Jahren stetig sinkt. Während 1980 noch durchschnittlich 15,1 Liter Alkohol pro Kopf getrunken wurde, waren es 2023 für Menschen ab 15 Jahren nur noch 10,2 Liter Reinalkohol im Jahr.

    Wie kenn-dein-limit.de erklärt, trinken rund 85 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 64 Jahren keinen oder nur in kleinen Mengen Alkohol. 14,8 Prozent der Bevölkerung (etwa 7,9 Millionen Menschen) jedoch trinken so viel Alkohol, dass es gesundheitlich riskant ist. Was bedeutet das genau? Kann Alkohol auch einen Diabetes auslösen?

    Übrigens: Diabetes ist laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Überbegriff für verschiedene Stoffwechselerkrankungen, die alle zu erhöhten Blutzuckerwerten führen. Bei Betroffenen besteht ein Mangel des Hormons Insulin oder die Insulinwirkung ist vermindert. Die Hauptformen sind Diabetes Typ 1 und Typ 2 – die auch gemeinsam auftreten können. Diabetikerinnen und Diabetiker müssen ihren Blutzucker, beispielsweise mit Selbsttests, im Blick behalten und sich gegebenenfalls Insulin spritzen.

    Kann Alkohol einen Diabetes auslösen?

    Ganz grundsätzlich kann erhöhter Alkoholkonsum zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Die Seite kenn-dein-limit.de zählt etwa Lebererkrankungen, Schädigungen des Gehirns, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen, Demenz und Übergewicht auf. Diabetes taucht in der Liste nicht auf. Das bedeutet aber nicht, dass Alkohol die Entstehung der Stoffwechselerkrankung nicht begünstigen kann.

    Dem Diabetesinformationsportal diabinfo.de zufolge zeigen Studien, dass das Diabetes-Risiko bei mäßigem Alkoholkonsum nicht steigt. Aber: Bei starkem Alkoholkonsum steigt es deutlich. Viel Alkohol könne nämlich zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen, die wiederum eine Diabetes-Erkrankung – und zudem auch Bauchspeicheldrüsenkrebs – begünstigen kann. Darüber hinaus enthalten alkoholische Getränke meist viele Kalorien und können daher zu einer Gewichtszunahme führen – ein Diabetes-Risikofaktor.

    Was bedeutet nun aber mäßiger Alkoholkonsum? Risikoarmer Konsum ist laut kenn-dein-limit.de so definiert: Frauen sollten nicht mehr als ein Standardglas – zehn bis zwölf Gramm Reinalkohol – und Männer nicht mehr als zwei Standardgläser am Tag trinken. Dabei entspricht ein Standardglas etwa 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Wein. Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen gibt es allerdings keinen sicheren Alkoholkonsum. Auch geringe Mengen könnten bereits zur Entstehung von Krankheiten beitragen.

    Dürfen Diabetiker Alkohol trinken?

    Wie sieht es aus, wenn jemand bereits einen diagnostizierten Diabetes hat? Dürfen Diabetikerinnen und Diabetiker Alkohol trinken? Grundsätzlich darf auch mit einer Diabetes-Erkrankung Alkohol konsumiert werden, allerdings muss damit laut diabinfo.de sehr verantwortungsbewusst umgegangen werden. Warum ist das so?

    Dem Diabetesinformationsportal, der Deutschen Diabetes Hilfe, dem Ärzteblatt und anderen Fachportalen zufolge senkt Alkohol den Blutzuckerspiegel. So kann es im schlimmsten Fall zu einer Unterzuckerung kommen.

    Laut der Deutschen Diabetes Hilfe hält die Wirkung von Alkohol auf den Blutzuckerspiegel zudem sehr lange an, sodass eine Unterzuckerung möglicherweise erst im Schlaf auftritt und nicht behandelt werden kann. Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, sollten Diabetikerinnen und Diabetiker Alkohol immer mit einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit kombinieren. 

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