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Kötz: Neue Gasleitung in Kötz: Wo soll sie überhaupt verlaufen?

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Neue Gasleitung in Kötz: Wo soll sie überhaupt verlaufen?

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    Eine Gasleitung sorgt für Diskussionen in Kötz.
    Eine Gasleitung sorgt für Diskussionen in Kötz. Foto: Xaver Habermeier

    Die Gasdruckregel- und Messanlage hat die Bayernnets GmbH schon vor drei Monaten im Kötzer Gemeinderat vorgestellt, diesmal sollte es im Gremium um die etwas mehr als 40 Kilometer lange Gastransportleitung mit Namen Augusta von Wertingen nach Kötz gehen, deren Bau für das Jahr 2024 anvisiert ist. Die vielleicht interessanteste Information zum Vortrag von Marcel Mehmke, Centerleiter Planung und Bau, und Bernhard Ambs, der für die Genehmigungsplanung verantwortlich ist, kam dann aber in der Sitzung eher als Randbemerkung daher.

    Gut eine halbe Stunde sprach Ambs über die Leitung und den Bau der Gasleitung, da brachte Gemeinderat Michael Seitz mit seiner Frage zum Trassenverlauf den Stein ins Rollen. Derzeit gebe es nur einen Planungskorridor für das Raumordnungsverfahren, sagte Bernhard Ambs den Kötzer Gemeinderäten, und detaillierte Informationen zum Verlauf der Leitung könne Bayernnets erst geben, wenn die Planung konkreter sei. Derzeit stehe der finale Trassenverlauf aber noch nicht fest.

    Gasleitung in Kötz: Noch ist unklar, wo sie entlanggehen soll

    Da hakte Bürgermeisterin Sabine Ertle ein: Wenn die Gemeinde Kötz um eine Stellungnahme zur Leitungstrasse gebeten werde, dann müsse man gründlich überlegt haben, ob die Trasse womöglich Ideen zur Entwicklung von Kötz tangiere. Ertle: „Wir können nicht so leicht Ja sagen.“ Neben dem Bau der B16 Ost seien in diesem Zusammenhang auch interkommunale Projekte ein Thema, die mit Nachbarkommunen entwickelt werden könnten, sagte Ertle, ohne jedoch konkreter zu werden. Man wolle sich auf jeden Fall frühzeitig austauschen, auch mit anderen Kommunen, so die Bürgermeisterin.

    Bevor der Leitungsverlauf im Detail festliegt, werden sich die Kötzer aber schon mit der Gasdruckregel- und Messanlage zu befassen haben, die südlich von Großkötz gebaut werden soll. Noch vor der Sommerpause werde die Baugenehmigung dafür im Bauausschuss auf den Tisch kommen, kündigte Bürgermeisterin Ertle an. Dass die Gasdruckregel- und Messanlage schon vor Fertigstellung der Gastransportleitung gebaut werden soll, verwunderte die Kötzer Gemeinderäte. Man brauche diesen Übergabepunkt schon im Jahr 2022 für die Bestandsleitung SV50, sagte Bernhard Ambs. Vorsorglich werde die Gasdruckregel- und Messstation dann aber freilich gleich so ausgelegt, dass sie auch mit Augusta kompatibel ist.

    Donau und Westliche Wälder müssen berücksichtigt werden

    Augusta soll weitgehend parallel zur vorhandenen Gasleitung SV50 verlaufen – „das ist fast die kürzeste Verbindung der zwei Punkte“ (Ambs) – nicht durch die an der Trasse liegenden Ortschaften, sondern nach Möglichkeit abseits von der Bebauung. Einschränkungen gibt es laut Ambs allerdings durch die Donau im Norden und das südlich angrenzende Naturschutzgebiet Augsburg Westliche Wälder.

    Er sprach von „Ausschwenkungen“ bei Kötz, „da ist halt was im Weg“. So wolle man im Südwesten von Kleinkötz einen „schönen Eichenbestand“ schonen und bei Großkötz eine Andachtsstätte umgehen. Mit dem Naturschutz wolle man sich nicht anlegen, sagte er außerdem, „dann gehen wir lieber außen rum.“

    Vor dem Bau werde man Gespräche mit den betroffenen Landwirten führen, die Kampfmittelräumung und ebenso die Archäologie einbinden. Auch das Thema Entschädigungen brachte Ambs kurz zur Sprache. Für die dingliche Sicherung des Leitungsrechts mit einem zehn Meter breiten Streifen werden die Eigentümer entschädigt, die Bewirtschafter bekommen einen Ausgleich für Flur- und Aufwuchsschäden. Hoffnungen auf den großen Reibach sollte sich aber wohl niemand machen: „Wir sind ein reguliertes Unternehmen und haben keinen unendlichen Spielraum“, teilte Ambs in der Gemeinderatssitzung unmissverständlich mit. Die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren sind laut Ambs eingereicht, die Bayernnets habe aber „noch keine Rückmeldung von der Regierung.“ 2022 und bis mindestens Ende des Jahres 2023 soll dann das Planfeststellungsverfahren laufen, das von der Regierung von Schwaben geführt wird und auch Bürgern die Möglichkeit der Beteiligung gibt.

    Pläne sollen in Kötz ausgelegt und kommentiert werden können

    „Das Planfeststellungsverfahren ist kein Genehmigungsverfahren“, sagte Ambs. In den Unterlagen, die sein Kollege Mehmke an die Kötzer Gemeinderäte austeilte, wird das Planfeststellungsverfahren als „Meilenstein“ bezeichnet. Es bündelt mehrere Genehmigungsverfahren und regelt die öffentlich-rechtlichen Beziehungen zwischen Bayernnets und den vom Vorhaben betroffenen Akteuren. Wichtig für die Bürger ist dabei die öffentliche Auslegung der Pläne mit dem konkreten Streckenverlauf in den Gemeinden. Bürger können Einwendungen und Stellungnahmen vorbringen, die dann in einem Erörterungstermin behandelt werden.

    2024 soll dann die Leitung gebaut und im vierten Quartal 2024 in Betrieb genommen werden. Ambs kündigte an, dass Bayernnets schon bald unter www.gastransportleitung-augusta.de der Öffentlichkeit Informationen zur Verfügung stellen und im Herbst außerdem „Infomärkte“ anbieten wolle.

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