Das Urteil im Fall eines Mannes, der seine Frau aus Eifersucht in Thannhausen erwürgte, stößt im Netz auf Unverständnis. Kurz nach Bekanntwerden des Strafmaßes postet Silvera Schmider, ehemalige Gleichstellungsbeauftragte des Landkreis Unterallgäu und ehemalige Grünen-Landtagskandidatin, ein Reel. Darin hält die Langenhaslacherin ein Blatt Papier in die Kamera. „Femizid ist Mord. #femizidthannhausen“, steht darauf. Entgegen der ursprünglichen Anklage wertete der vorsitzende Richter Bernhard Lang am Memminger Landgericht die Tat nicht als Mord, sondern verurteilte den 55-jährigen Mann wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten. Für einige Instagram-User ist jedoch klar: Die Tötung der Ehefrau aus Eifersucht war ein Femizid. Und vor allem: Mord.
Landkreis Günzburg
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