In wenigen Tagen ist es so weit: Die Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerks in Gundremmingen werden niedergelegt. Bei der Sprengung werden viele Schaulustige aus nah und fern erwartet. Christoph Langer, Abteilungsleiter des Bereichs öffentliche Sicherheit und Gesundheit im Landratsamt Günzburg, erklärt, worauf die Zuschauenden achten und was sie auf keinen Fall tun sollten.
Herr Langer, die Sprengung der beiden Kühltürme des ehemaligen Akw-Gundremmingen stellt ein historisches Ereignis dar, das sicher viele Menschen anlocken wird. Mit wie vielen Zuschauenden rechnen Sie?
CHRISTOPH LANGER: Eine genaue Zahl zu nennen, ist wahnsinnig schwierig. Bei der Niederlegung in Grafenrheinfeld im vergangenen Jahr lag die Zuschauerzahl im unteren fünfstelligen Bereich. Mit einem ähnlichen Interesse rechnen wir auch diesmal. Wie viele es am Ende tatsächlich sein werden, hängt stark vom Wetter ab. Wenn es Hunde und Katzen regnet, werden wohl weniger Menschen kommen. Wenn das Wetter jedoch gut ist, rechnen wir damit, dass bei guter Sicht viele auch aus mehreren Kilometern Entfernung zusehen.
Tausende Schaulustige sind natürlich eine Menge. Was raten Sie, wo man sich am besten die Sprengung ansieht, ohne in den großen Menschenansammlungen zu landen?
LANGER: Wo wir viele Zuschauerinnen und Zuschauer erwarten, ist in Gundremmingen im Bereich der Staatsstraßen, wo auch die Parkplätze ausgewiesen sind. Wenn man das meiden möchte, würde ich mir im Vorfeld Gedanken machen, wo in der Umgebung um Gundremmingen auch ein guter Platz zum Zuschauen ist. Da lohnt es sich vorher vielleicht einmal mit dem Fahrrad durch die Gegend zu fahren. Man muss für sich abwägen, ob man nah an die Kühltürme ran möchte, denn es wird zu Stau und Verkehrsbehinderungen kommen.
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