Nicolas Liebig ist fassungslos. Und wütend. Als geübter Bahnfahrer, der fast täglich zwischen Freihalden und Augsburg hin- und herpendelt, ist er einiges gewohnt. Dass beim Fahrplanwechsel Mitte Dezember auch so manche Überraschung herauskommt, damit müsse man immer rechnen. „Aber diesmal ist es krass“, sagt er. Drei Züge am Tag, die von Ulm in Richtung Augsburg fahren, halten plötzlich nicht mehr in Mindelaltheim und Freihalden - am schlimmsten seien die gestrichenen Haltestellen beim Mittagszug. Der trifft Liebig zufolge vor allem Kinder und Jugendliche, die nach Schulende in Günzburg nicht mehr an ihren Wohnorten aussteigen können. Leidtragende ist auch seine eigene Tochter. Liebig will das nicht einfach klaglos hinnehmen. Aus Angst, dass mit der Zeit weitere Ortschaften von der Bahnlinie abgehängt werden könnten, hat er Beschwerde eingelegt. Mit Erfolg: Inzwischen ist eine Lösung gefunden worden, die nach den Weihnachtsferien starten soll.
Freihalden
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