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Vöhringen: Nach tödlichem Unfall in Vöhringen: Ist Tempo 30 in der Ulmer Straße zu schnell?

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Nach tödlichem Unfall in Vöhringen: Ist Tempo 30 in der Ulmer Straße zu schnell?

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    In der Ulmer Straße hat sich am Ostersonntag ein schwerer Unfall ereignet. Nun will die SPD dort ein strengeres Tempolimit.
    In der Ulmer Straße hat sich am Ostersonntag ein schwerer Unfall ereignet. Nun will die SPD dort ein strengeres Tempolimit. Foto: Franziska Wolfinger

    Nach dem tragischen Unfall am Ostersonntag, bei dem ein Siebenjähriger ums Leben kam, fordert die Vöhringer SPD strengere Tempolimits in der Innenstadt. Bisher sind dort 30 Stundenkilometer erlaubt, geht es nach den Sozialdemokraten soll dort künftig noch langsamer gefahren werden.

    An der Unfallstelle in der Ulmer Straße in Vöhringen gedachten die Menschen mit Kerzen, Blumen und Kuscheltieren dem toten Siebenjährigen.
    An der Unfallstelle in der Ulmer Straße in Vöhringen gedachten die Menschen mit Kerzen, Blumen und Kuscheltieren dem toten Siebenjährigen. Foto: Thomas Kempf

    Geplant ist ein Tempolimit von 20 Stundenkilometern. Rückblick. Der Siebenjährige war am Ostersonntag am frühen Abend mit seinem Tretroller vor dem Wohnhaus seiner Familie unterwegs und wollte die Ulmer Straße über den Zebrastreifen queren. Eine Autofahrerin hat das Kind übersehen und es mit ihrem Wagen erfasst. Der Bub kam schwer verletzt in eine Klinik, wo er später starb.

    Anteilnahme in Vöhringen ist nach tödlichem Unfall riesig

    Die Anteilnahme in der Kleinstadt war riesig. Bei der Unfallstelle liegen unzählige Kerzen, Kuscheltiere und Blumen, mit denen die Menschen dem Jungen gedenken. Andere Kinder haben Bilder für den Buben gemalt. Eine Spendenaktion, mit der nach Angaben des Organisators der Kampagne unter anderem Kosten für das Begräbnis gedeckt werden sollten, brachte innerhalb eines Tages mehr als 10.000 Euro ein.

    Mit einigen Tagen Abstand stellen sich manche wohl auch die Frage, ob und wie dieses Unglück unter Umständen hätte verhindert werden können. Die SPD-Fraktion hat nun den Vorschlag gemacht, ein neues Tempolimit für die Innenstadt einzuführen. Maximal 20 Stundenkilometer sollen Autofahrer in der Ulmer Straße künftig fahren dürfen. Ein solche Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es zum Beispiel bereits in Illertissen rund um den Marktplatz und in der Hauptstraße.

    In der Begründung zu ihrem Antrag schreibt die SPD: "Der schreckliche Unfall in der Ulmer Straße, bei dem ein 7-jähriges Kind sein Leben verlor, muss uns spätestens jetzt zum Handeln zwingen." Der Ausbau der Ulmer Straße im Jahr 2009 habe das Ziel verfolgt, die Vöhringer Innenstadt wieder zu beleben. Dieses Ziel sei erreicht worden, heißt es dort außerdem. Doch das nun vor allem in den warmen Monaten viele Menschen das gastronomische Angebot an der zentral gelegenen Straße nutzen und dich dort aufhalten, führt auch zu Gefahrensituationen, etwa weil mehr Fußgänger öfter die Straße überqueren.

    Es rollt mehr Verkehr als erwartet durch Vöhringen

    "Die Planung und der Ausbau erfolgte unter anderem aufgrund einer Verkehrszählung mit einer entsprechenden eventuell zukünftig zu erwartenden Verkehrsentwicklung. Leider müssen wir heute feststellen, dass diese prognostizierte Verkehrsentwicklung zu niedrig angesetzt worden war und wir ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen haben", erklären die Sozialdemokraten weiter.

    Die Entscheidung, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer festzusetzen sei zur damaligen Zeit richtig gewesen. Wir müssen heute aber feststellen, dass diese Höchstgeschwindigkeit immer wieder überschritten wird und mit Messungen allein nicht verbessert wurde. Auch wenn der Unfall, das wird in der Erklärung extra betont, nicht unmittelbar mit einer hohen Geschwindigkeit zusammenhängen müsse, schlägt die SPD nun ein Tempolimit zwischen der Kreuzung Ulmer Straße/Frauenstraße und dem südlich davon gelegenen Kreisverkehr am Bräuhaus Lepple vor. Verwiesen wird außerdem auf einen älteren SPD-Antrag für ein Radwegekonzept, laut dem die Ulmer Straße zur Fahrradstraße werden soll.

    Eine 48 Jahre alte Autofahrerin erfasste mit ihrem Wagen einen siebenjährigen Buben. Das Kind starb.
    Eine 48 Jahre alte Autofahrerin erfasste mit ihrem Wagen einen siebenjährigen Buben. Das Kind starb. Foto: Wilhelm Schmid

    Im Zuge der Diskussion um die Zebrastreifen der Stadt, die zum Teil rückgebaut werden sollen, fiel bereits der Vorschlag, einen weiteren Zebrastreifen auf Höhe der Eisdiele Cortina einzurichten. Diese Idee führt die SPD nun nochmals an und fordert, den und den bestehenden Überweg am Weihdachgässchen mit Bremsschwellen auszuschatten.

    Dieser Antrag liegt nun bei der Stadtverwaltung. Der Fraktionssprecher der SPD, Volker Barth, bat darum, den Antrag bei der kommenden Stadtratssitzung, eventuell sogar schon zur Bauausschusssitzung diesen Donnerstag, auf die Tagesordnung zu nehmen.

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