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Moderiese Schmid in Senden: Rätselraten

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Rätselraten um Moderiese Schmid in Senden

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    Das Augsburger Modeunternehmen Schmid wird seinen großen Standort in Senden wohl aufgeben. Unklar ist weiterhin unter anderem, wann das der Fall sein soll.
    Das Augsburger Modeunternehmen Schmid wird seinen großen Standort in Senden wohl aufgeben. Unklar ist weiterhin unter anderem, wann das der Fall sein soll. Foto: Alexander Kaya (Archivbild)

    Wer aus Neu-Ulm nach Senden fährt, sieht es sofort: Prominent auf der linken Seite steht das größte Geschäft von Moderiese Schmid in der Region. Wird es hier bald einen großen Leerstand geben? Diese Frage stellt sich, seit Ende September bekannt wurde, dass das Unternehmen wohl beabsichtigt, seinen Standort an der Berliner Straße 7 aufzugeben. Stattdessen möchte sich Schmid auf seine deutlich kleinere Sport-Niederlassung nebenan (Berliner Straße 6/8) konzentrieren. Mittlerweile sind einige Monate vergangen, seit die Pläne des Augsburger Unternehmens bekannt wurden. Und das Interesse an der Zukunft von Schmid in Senden ist groß. Viele Fragen bleiben allerdings weiterhin offen – vor allem, weil sich einige Akteure nicht äußern möchten. 

    Auch die Stadtverwaltung bekommt mit, dass das Thema Schmid die Menschen in Senden umtreibt. Und die Verwaltung selbst sei "genauso gespannt", wie es mit den Geschäften im Sendener Norden weitergeht, sagt Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf: "Wir haben allerdings noch keine neuen Infos bekommen." Gegenüber der Stadt müssen sich Schmid und die Immobilientochter von Möbel Inhofer, die den Hauptstandort an die Schmids vermietet, zu dem Thema tatsächlich nicht weiter äußern. Formell zumindest hat sich das Thema für das Sendener Rathaus erledigt, denn: Die für die Pläne nötige Baugenehmigung hat der Bauausschuss im September bereits erteilt. 

    Schmid möchte sein Sportfachgeschäft in Senden neu bauen

    In dieser Sitzung wurden die Pläne Schmids überhaupt erst öffentlich, denn ein Bauantrag des Unternehmens stand auf der Tagesordnung: Das kleinere Geschäft, das sich auf Sport fokussiert, möchte Schmid komplett abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Dieser soll dann zukünftig mit rund 4800 Quadratmetern etwas größer sein als das bisherige Sportfachgeschäft mit seinen etwa 3000 Quadratmetern. Die Folge ist aber auch: Schmid wird aus seinem Hauptgeschäft mit immerhin knapp 13.000 Quadratmetern ausziehen. So zumindest habe es das Unternehmen gegenüber der Stadt kommuniziert, sagt die Bürgermeisterin.

    Schmid in Senden hat zwei Standorte: Der kleinere wird abgerissen und neu gebaut.
    Schmid in Senden hat zwei Standorte: Der kleinere wird abgerissen und neu gebaut. Foto: Oliver Helmstädter (Archivbild)

    Für Schäfer-Rudolf und den Bauausschuss gab es keine Gründe, die gegen den Antrag sprechen. Denn für Senden hat er außerdem einen Vorteil: Durch einen Flächentausch mit Schmid wird es möglich, dass der Gehweg an der Berliner Straße weitergeführt werden kann. Der Bauausschuss stimmte zu und seitdem liegt der Antrag zur Überprüfung beim Neu-Ulmer Landratsamt. 

    Die Genehmigung des Bauvorhabens der Schmids steht wohl kurz bevor

    Doch auch die Behörde wird wohl bald zustimmen: Unserer Redaktion teilte das Landratsamt kürzlich mit, dass der Bauantrag "kurz vor der Entscheidung" stehe und eine Genehmigung "voraussichtlich noch diesen Monat möglich sein" sollte. Gründe, die dagegen sprechen könnten, seien außerdem "derzeit nicht ersichtlich". Ähnliche Informationen hat auch Bürgermeisterin Schäfer-Rudolf: "Das Landratsamt ist jetzt wohl durch mit der Überprüfung."

    Groß: Schmid in Senden. Das kleinere Schmid-Gebäude, links etwa Bildmitte, kommt weg und wird neu gebaut.
    Groß: Schmid in Senden. Das kleinere Schmid-Gebäude, links etwa Bildmitte, kommt weg und wird neu gebaut. Foto: Alexander Kaya (Archivbild)

    Schmid selbst hält sich mit genaueren Details zu den Plänen für die Sendener Standorte bislang bedeckt. Fragen, etwa zu dem aktuellen Stand der Planungen, dem groben Zeitplan und den Auswirkungen der Verkleinerung auf die Sortimente, lässt das Traditionsunternehmen unbeantwortet. 

    Senden könnte nichts gegen einen möglichen Leerstand tun

    Und auch Vermieter Inhofer gibt keine genauere Auskunft darüber, ob eine Kündigung des Mietvertrags bereits eingegangen ist. Im September hatte Inhofer zu dem Thema nur mitgeteilt, dass es noch keinen Kontakt zwischen ihnen und Schmid wegen einer Auflösung des Vertrags gegeben habe. Ähnlich äußerte sich Inhofer-Geschäftsführer Peter Schorr Mitte Januar am Rande einer Veranstaltung in seinem Möbelgeschäft: "Wir wissen von Schmid noch nichts." Seines Wissens nach hätte die Firma den Mietvertrag zu diesem Zeitpunkt noch nicht gekündigt.

    Bürgermeisterin Schäfer-Rudolf ist allerdings überzeugt, dass sich die Eigentümer bereits Gedanken über die Zukunft der 13.000-Quadratmeter-Verkaufsfläche gemacht haben. Schon jetzt über mögliche Nachfolger nachzudenken, mache ja auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten mehr Sinn, als einfach nur abzuwarten: "Einen Leerstand möchte keiner, das ist einfach schlecht." Ausmachen, müssen das Ganze allerdings Inhofer und Schmid untereinander. Die Stadt habe keine Handhabe gegen einen möglichen Leerstand, ähnlich wie bei der alten Uhrenfabrik im Süden der Stadt, da alles in privater Hand ist. 

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