Warum in die Ferne schweifen, wenn Kostbares vor der Haustüre liegt? Dieser Gedanke wurde schon vor Jahren am „Grünen Tisch“ in Vöhringen erörtert. Dort trafen sich Menschen, die ihr Interesse auf erhaltenswerte Naturjuwelen in engerer Umgebung richteten. Ein immer wiederkehrendes Thema bei diesen Veranstaltungen waren die Wasenlöcher am östlichen Ortsrand von Vöhringen bei Illerberg. Markus Harzenetter, dem das Thema schon immer ein Anliegen war, will das Interesse an dem Moor bündeln und hatte sich deshalb für die Gründung einer offiziellen Arbeitsgemeinschaft Wasenlöcher ausgesprochen. „Es geht um den Erhalt der Artenvielfalt und den Klimaschutz“, sagt er. Nun ist die Gründung einer AG umgesetzt worden. Sie ist eine eigenständige Gruppe im Landesbund für Vogelschutz (LBV). Dafür musste einiges getan werden.
Das Erste, was zu tun war: eine Infokampagne Wasenlöcher starten. Dazu richtete Harzenetter einen Brief an die lokale Aktionsgruppe Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm und stellte ein konkretes Leader-Programm vor. Das beinhaltet:
eine Fotoausstellung über die Wasenlöcher, einen Themenabend mit Vorträgen und eine Multivisionsshow sowie eine Ausstellung über das Moor und wie dort früher gearbeitet wurde. Dabei war die Allgäuer Moorallianz hilfreich und stellte Arbeitsgeräte aus der Vergangenheit zur Verfügung. Um weitere konkrete Anforderungen für ein Leader-Projekt zu erfüllen, sieht die Konzeption auch vor, Schulen mit einzubinden, vier Exkursionen zu den vier Jahreszeiten zu veranstalten, einen beschrifteten Rundweg um die Wasenlöcher anzulegen und auch Infotafeln für die Bürgerschaft aufzustellen, die über Geschichte und Nutzung Auskunft geben, zum Beispiel über den in den Wasenlöchern einst praktizierten Torfstich.
Vöhringen
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