Moderator Marc Hettich wollte zu Beginn des inhaltlichen Teils der Krumbacher Podiumsdiskussion von den vier Bürgermeisterkandidaten wissen, was sie vom Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) halten. Florian Kaida (CSU) machte deutlich, dass er das ISEK vor allem pragmatisch sieht: Ohne dieses gebe es keine Städtebauförderung – und die brauche Krumbach dringend. Für ihn ist das ISEK ein Werkzeug, um Einzelhandel, Wohnungsbau und Verkehr gemeinsam zu denken und die Innenstadt gezielt zu stärken. Achim Fißl (SPD) formulierte es kritischer. Das ISEK sei vor allem eine Voraussetzung, um an Fördergelder zu kommen. Zwar sei die Frage, wie die Innenstadt aussehen soll, wichtig – doch das Verfahren werde oft „ohne Liebe“ durchlaufen, eher aus Zwang als aus Überzeugung. Für Claudia Lachenmayer (Grüne) ist das ISEK ein Instrument der Bürgerbeteiligung – eine Möglichkeit für Menschen, die sich nicht dauerhaft politisch engagieren, dennoch punktuell mitzugestalten. Eine solche Beteiligung wolle sie als Bürgermeisterin ausbauen. Maximilian Behrends (JW-OL) war selbst in der ISEK-Lenkungsgruppe aktiv und bezeichnete es als „wunderbares Handlungsinstrument für die nächsten zehn bis 15 Jahre“. Besonders hob er hervor, dass nicht nur die Stadt, sondern auch private Eigentümer von Förderungen profitieren können. Für ihn ist das Gebiet rund um Bahnhofstraße, Bahnlinie, Stadtsaal, Rathaus der Schlüsselraum für eine langfristige Stadtentwicklung. Während Fißl das ISEK eher als bürokratische Pflichtübung sieht, begreifen Behrends und Lachenmayer es als strategisches und demokratisches Instrument. Kaida fokussiert sich auf Förderfähigkeit und Umsetzbarkeit.
Krumbach
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