Sie war der Star der Golden Globes 2026: Die Sängerin und Schauspielerin Jessi Buckley gewann den Preis als beste Hauptdarstellerin, für ihre Rolle in ihrem neuen Film „Hamnet“. Der irische Star, der einst an einer BBC-Talentshow teilnahm, hatte sich bereits still und leise mit anspruchsvollen und unkonventionellen Rollen in ungewöhnlichen Filmen einen Namen gemacht. Diese sorgten weder für große Schlagzeilen, noch zogen sie ein riesiges Kinopublikum an. Heute steht sie im Rampenlicht und gilt als Favoritin für einen Schauspiel-Oscar.
Jessie Buckley spielt in „Hamnet“ William Shakespeares Ehefrau
So zurückhaltend Buckleys Darbietung auch manchmal sein mögen – mit ihren frechen Bob-Frisuren betritt sie in diversen Shows strahlend den Raum und hat auf jede Frage eine humorvolle und schlagfertige Antwort. Eine ebenso taffe Frau spielt sie in ihrem neuen Film „Hamnet“, der am 22. Januar in den deutschen Kinos erscheint. Erzählt wird die Geschichte von Agnes Hathaway, der Ehefrau von William Shakespeare, die mit dem Verlust ihres einzigen Sohnes, Hamnet, zu kämpfen hat. Als der Schicksalsschlag das Paar zu zerreißen droht, stürzt sich Shakespeare in sein literarisches Schaffen und verarbeitet seine Trauer in der Tragödie „Hamlet“. „Hamnet“ wiederum ist kein klassisches Historiendrama um biografische Fakten, sondern eine feinfühlige Erzählung der seelischen Empfindungen beider Figuren. Die intensiven Dreharbeiten zum Film weckten in Buckley selbst den Wunsch, Mutter zu werden.
Ein Herz für Musik hat die Irin Jessie Buckley ebenfalls
Neben der Schauspielerei trägt die 36-Jährige aus Irland auch die Musik im Herzen. Schon in jungen Jahren wurde Jessie Buckley von ihrer Mutter, einer Gesangslehrerin, ermutigt, zu singen und ihre Stimme zu schulen. Sie erlernte mehrere Instrumente, und über das Schultheater sowie den Drang, ihren künstlerischen Interessen nachzugehen, öffneten sich ihr die Türen zum Musical und zum Theater. Ihre Eltern unterstützen sie und ihre vier jüngeren Geschwister jederzeit. „Uns wurde beigebracht, keine Angst zu haben, denn selbst wenn man am Rand einer Klippe steht, erlebt man wenigstens etwas“, erzählt Buckley. Genau diese Erfahrung macht sie, als sie mit 17 Jahren nach London zog und an der Guildhall School of Music & Drama abgelehnt wurde. Mit diversen Jobs – auch als Verkäuferin und Jazzsängerin – hielt sie sich tapfer über Wasser, um in London bleiben zu können. Später bewarb sie sich an einer anderen Schauspielschule. Und heute ist sie Oscar-Favoritin.
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